Vorbemerkung:
In einem geheimen Archiv wurden Blätter gefunden, die offenbar von unserem Dichterfürsten überliefert wurden. Es ist nicht allgemein bekannt, daß Goethe eine der umfangreichsten erotischen Bibliotheken besaß. Diese wurde nach seinem Tod von Spießbürgern vernichtet. Offenbar nicht komplett, sonst wäre uns die nachfolgende Dichtung nicht erhalten geblieben. Damit sie der Nachwelt erhalten bleibt, habe ich mir die Mühe gemacht, sie abzutippen, von den Tippfehlern damaliger Abschreiber zu bereinigen und ansonsten so zu belassen, wie sie uns überliefert wurde. Zu einer solchen dichterischen Leistung sind die heutigen Autoren nicht mehr in der Lage. Das muß mal festgehalten werden!
Faust 1. Akt
Frei nach Goethe von ???
1. Auftritt: Beim Aufgehen des Vorhanges. Erblickt man Gretchens Schlafzimmer. Rechts im Vordergrund das Bett. Links ein Sofa. Im Hintergrund ein Tisch nebst übrigen Hausrat.
Gretchen (mit dem Auskleiden beschäftigt)
Bereits schlägt zehn die nahe Stunde (Uhr)
Wo er doch weilt, wo bleibt er nur?
Und schloß besorgt die Türe zu
Damit kein Dieb, kein Unhold, kein
Mörder gar komme ins Haus hinein.
Und doch kommt einer heute nacht,
Ich hab ja die Tür wieder aufgemacht.
Ob er wohl kommt? Mein Herz bald bricht.
Wenn ich dran denke er käme nicht!
Und wieder erheb ich bei jedem Lauf
Er könne es sein, der doch so traut
So lieb, so freundlich mit mir armen Kind,
Gar nicht, wie andre Männer sind.
Zwar ist´s nicht recht, so sagen die Frommen
Daß ein Mädchen ´nen Mann läßt zu sich kommen.
Doch ach, in seinem starken Arm,
Wie ruht sich´s da so weich, so warm.
Und dieses wonnevolle Glück
Genoß ich nur stets einen Augenblick,
Denn überall haben Nachbarn und Hexen
stehts ihre krummen und geraden Nasen
Und endlich, endlich einmal einmal allein
Ganz ungestört mit ihm zu sein.
Ohne zu fürchten man könnte lauschen
Für diese Wonne tät ich armes Kind
Gar gerne eine noch größere Sünd?
Als er zum ersten Mal mich umfing,
Wie habe ich gezittert, armes Ding,
Wie fuhr es mir durch alle Glieder
Im ganzen Leib auf und nieder,
Als seine Lippen auf meinen geruht,
Wie kam da in Wallung mein junges Blut,
Wie klopfte das Herzchen, die Brüste schwollen
Wären schier aus dem Mieder herausgequollen.
Ach denk ich an den süßen Genuß,
Den mir verschaffte sein erster Kuß
Gleich zuckt es mit den Brüsten wieder
Und die Wärzlein drauf, die sonst so nieder
Sie richten sich auf, so steif und grad
Wie vor seinem Leutnant der Soldat.
Und als ich seine Küsse genöß
Da ward es mir plötzlich feucht im Schoß
Drauß quolls hervor und hat mir zuletzt
Sogar meine ganze Wäsche benetzt,
Ein großer Flecken ist in meinem Hemd
Wie ist mir das alles so fremd!
Und erst in meinem Mädchenschoß
Wo sonst blüht die Monatsros`
Wie juckt es mich da, mit matter Hand
Ich stets möchte stecken zwischen die Bein`
Wie mag das kommen, was kann das sein?
(Sie hebt sich das Hemd auf und reibt sich zwischen den Beinen)
Wie ist`s hier heiß und kitzelt so sehr
Und je mehr ich reibe, es kitzelt um so mehr
Schon wieder kommt es hervorgequollen
Ich glaube gar, ich bin geschwollen
Gern säh ich einmal und, was mir fehlt
Doch ach, so oft ich mich auch gequält
Mit meinen Blicken dahin zu gelangen
Vergebens stehts war mein Unterfangen
(Speitzt die Beine, streckt den Leib vor und versucht sich zu betrachten)
Vergebens ist wieder mein Bemühen
Mein Nachgewand will ich jetzt anziehen
Jeder Augenblick kann mir den Liebsten bringen
(Zieht ihr Nachtgewand an)
Horch, hört ich nicht die Türe klingen
Ach Gott, er ist´s, der liebe Mann
Was fang ich armes Mädchen an?
II. Auftritt
Faust Ach endlich kommt der Augenblick
So ich genieße mein süßes Glück
Wo stille Sünde, wo ganz ich dein
Wo Du mein Lieb ganz mein sein (küßt sie)
Gretchen O, endlich, endlich faße ich dich
Noch einmal Geliebter küsse mich
Faust Ist alles sicher?
Gretchen Die Mutter schlief
Vor einer Stunde schon fest und tief
Kein Lauscher stört uns durch seinen Blick
Ich bin allein mit meinem Glück
Doch nun, Geliebter, ist dir´s genehm
Gib Hut und Mantel und mach´s dir bequem.
(Sie nimmt ihm Hut und Mantel ab, führt in zum Sofa, auf welchem sie sich niederlassen;
er umschlingt sie mit dem Arm, beide küssen sich mit großem Feuer.)
Faust Du holder Engel, du hab Dank
Daß Du gewartet auf mich so lang
Seit Stunden schon zog´s mich zu dir mein Lieb
Doch komm erst hetzt, o, vergib
Jegliche Minute würd mir zu Pein
Wo ich ohne dich mein Kind muß sein.
Gretchen Jetzt bin du da und alles ist gut
Ich fühl mich sicher in deiner Hut
Faust Hast mich so lieb?
Gretchen Du glaubst es nicht,
So lieb wie die Sonne, den holden Mond
Wie die Nachtigal, die im Busche dort wohnt,
So, lieb ich könnte dir nichts versagen.
Faust Du holdes Kind, vertrau mir ganz
Ich schwöre bei dem Lichte der holden Sterne
Ich schwör´s bei unserer Mutter Erde
Daß ich Dich ewig lieben werde.
Bewahr Deinen Kindersinn,
Gib still Dich meinem Kosen hin.
Laß uns genießen, der Liebe Wonne
Bis auf uns schreckt die frühe Sonne
O laß mich küssen immerdar
Den Mund, die Augen, das goldne Haar
Laß mich umschlingen, Du süßes Fein
Den jungen wonniglichen Leib.
Gretchen Ja küsse mich, im nächsten Augenblick
Geb ich Dir jeden Kuß zurück.
(Faust legt seine Hand auf Gretchens Busen und befühlt ihn)
Faust Ihr süßen Hügel, so weich, so zart
Und doch so fest, jungfräulich hart
Wie ihr euch senkt, wie ihr euch hebt
Und unter meinem Griff erbebt
O Liebe gestatte meiner Hand
Zu lösen dieses leichte Band.
(Faust öffnet den Gürtel an Gretchens)
O laß mich meinen Wunsch erfüllen
Die holden Reize zu enthüllen
(Faust knöpft sie auf, sodaß man ihre Brüste sieht)
Gretchen Geliebter, ach muß denn das sein?
Ich bitte Dich, halt ein, halt ein!
Faust Jungfräuliche Brüste, so warm, so weich
Zum ersten Male berühr ich euch
Euch, die außer mir noch niemand erblickt
O laßt mich sagen, wie ihr mich entzückt
So schneeig, von bläulichen Adern durchzogen
Wie sie sich heben und wie sie wogen
Von rosigen Knospen gekrönt, die braun
Wie reife Himbeeren anzuschauen.
Es freut sich das Auge sie anzublicken
Laß mich drauf meine Lippen drücken
Laß mich mit trunkenen, glühenden Küssen
Die höchsten, herrlichsten Wonnen genießen
O, Laß einmal mich saugen dran
Wie einst ich an der Mutter Brust getan
(Er küßt sie leidenschaftlich)
Gretchen Mein Gott, Mein Gott - ach welches Glück!
Zuckt jäh durch meinen Körper hin.
Und Wonne, die ich nie gefühlt
In allen meinen Nerven wühlt.
Und wieder fühl ich´s feucht im Schoße
Ach dieser Reiz ist gar zu groß
Von heißer Lust möchte ich fast schreien
Geliebter ach, halt ein, halt ein!
Faust Wie zuckt und bebt der junge Leib,
Sie kennt noch nicht den Zeitvertreib
Den süße Wollust uns verlieh,
Des Fingerspielens süße Pein
Die sonst sich Mädchen gerne bereiten.
Gretchen hat eine Zeitlang ermattet, mit geschlossenen Augen, in seinen Armen gelegen, umschlingt und küßt ihn)
Gretchen Du lieber, böser Mann, wie süß
Sind Deine Küsse, ein Paradies
Geht nur mir auf in Deinen Armen
Doch bitt´ ich, hab mit mir Erbarmen
Laß mich meine Blöße bedecken, denn ich
Mein Herzgeliebter, ach schäme mich.
Faust Du süße Unschuld warum geizen
O, wenn Du wüßtest, wie mich entzückt
Die Schönheit, die ich bis jetzt erblickt
Nicht der Gewänder Füll und Pracht
Ist´s was den Reiz der Jungfrau macht,
Die Schönheit, die Natur verlieh
Ein voller Arm, ein rundes Knie
Des Busens Fülle, des Nackens Rund
Der Haare Pracht, ein süßer Mund
Was sind dagegen Samt und Seide
Der Bänder Flitter und buntes Kleid!
Du, die von so viel Reiz erfüllt
Bis schöner, wenn du unverhüllt.
(Er zieht ihr Gewand und Hemd herunter, sodaß ihr ganzer Oberkörper entblößt ist)
Gretchen Ach Liebster, es ist doch so genannt
Bei Dirn zu sitzen ohne Gewand
Doch weil der Liebste da von allen
Doch möchte ich Dir so gern gefallen
Drum wenn ich schön genug Dir bin
Drum sei es, drum nimm mich nackt mich hin.
Faust Welch ungeahnte Schönheit find ich hier
Welch wunderweiche Arm und welche Fülle
Von süßen Reizen! Und der Haare Zier
Dort in der Achselhöhle! - Leidige Hülle
Die mir verbarg des süßen Leibes rund
Hinweg mit dir! O gönne mir das Glück
Darauf zu pressen meinen glühenden Mund
Du Leib, wie Firnschnee weiß, beglänzt von Sonnensicht
So weich und rund, darauf der Nabel still
In seinem zarten Grübchen kummernd liegt.
O üppige Hüften, wer euch sah, der will
Auch sehn, wie der Leib sich darauf wiegt.
(Steht auf, hebt sie zu sich empor, sodaß Kleid und Hemd auf den Boden fallen und sie nackt vor ihm steht, sie sich nach den Kleidern bücken, er hält sie aufrecht feste)
(Gretchen schlingt ihre Arme um seinen Hals)
Gretchen Geliebter, schone meine Scham!
So ganz entblößt, so wunderschön
Faust Wie aus der Mutter Leib sie kam
So ganz entblößt, so wunderschön
Ganz nackt muß ich sie vor mir sehn!
Gretchen Ach, ach noch einmal, bitte ich Dich,
Einzig Geliebter, schone mich.
(Faust kniet vor ihr nieder)
Faust Göttliche Schönheit, die mein Auge entzückt.
Ha, welchen Liebreiz hab ich das erblickt.
Als käme die Venus selbst herab zu mir
Anbetend deine Schönheit, knie ich hier.
Der kleine Fuß, die kräftige Hüfte auch
Wie senkt sich zu den Schenkeln sanft der Bauch
Und blondes Haar, gekraust wie Waldesmoos
Verbirgt und ziert den keuschen Mädchenschoß
Du Aphroditens lebend Ebenbild.
Zeig auch den letzten Reiz mir unverhüllt.
Gretchen Ich kann nicht mehr, mir schwindet fast der Sinn
Aufs Sofa sink ich jetzt ermattet hin.
(Faust: Auf den Knien vor ihr, öffnet ihre Schenkel und betrachtet sie)
Gretchen O schone, schone meine Scham
Noch keine Hand dahin je kam
Wie ist´s doch ach, so lieb, so schön
Ich kann, ich kann nicht widerstehen
Bist ja so lieb, darum erschloß
Ich Dir den keuschen Mädchenschoß
Dir geb ich Preis der Jungfrau Zier
Und kein Geheimnis hab ich mehr vor Dir.
Faust O Anblick, herrlich, wunderbar
Begränzt von krausem, blondem Haar
Hier zwischen weißen Schenkeln ruht
Der Jungfrau Zier und höchstes Gut
Der Mädchenschoß, so keusch und rein
O, öffne dich den Blicken mein.
(Faust küßt sie)
Öffnet euch
Ihr vollen Lippen warm und weich
Begränzt von goldnen Härchen rund
Sich nahe küssend sich mein Mund
Die rote Spalte aus dir lacht
Entgegen mir die schönste Pracht
Der Eingang ist´s zum Paradies
Noch ist der Jungfrau Schoß daran
Kein Feind den Eintritt noch gewann.
Zwei Nymphen gleich dem Rosenblatt
Umschließ eng den dunklen Pfad
Darüber du, o Zartgebild
Dann unter meinen Fingern schwillt
Das dick und steif sich aufwärts drängt
Die Knöpfchen, da die Hülle sprengt
O Wollustspender, Kitzler klein.
Gretchen Um Gotteswillen, halte ein
Ein süßer Schauer schüttelt mich
Wie niemals empfunden ich
Ein Rausch wie ich ihn nie gekannt
Entstehen mir durch deine Hand
Wenn sie mich unten dort berührt
Was ist´s doch, was ich dort verspür
Faust Was eben ich berührte war
Dein Kitzler.
Gretchen Ach, wie sonderbar
So heißt gewiß, dann wenn er mir steht
Mir Sehen und Hören fast vergeht
Als mit der Zunge Du ihn berührt
Hab einen Kitzel ich verspürt
Wie nie in meinem Leben Lieber, ei
Wie war das süß und mir so neu.
Faust Das war die Wollust liebes Kind.
Gretchen Die Wollust? O, das ist ja Sünd
Der Priester spricht stehst mit Bedacht
Nimm vor der Wollust dich in Acht
Die vierte der Todsünden, sie´s
Der Hölle gar gibt sie uns preis.
Faust Mein liebes Kind, o glaube das nicht
Was so zu Dir der Priester spricht
Sieh Dich doch um in der Natur
Du findest stets der Wollust Spur
Sah´st Du noch nie das kleine Ding
Den Frosch, wie er sein Weib umfing
Sah´st nie im Hühnerhof den Hahn
Sich brünstig seiner Henne nahn
Den Sperling, wie er zwanzigmal
Dem Sperlingsweib sich empfahl?
Sah´st Du den Hund nicht, welch ein Spaß
Der fest auf einer Hündin saß?
Sie alle treibt bei Tag und Nacht
Der Wollust ungeheure Macht.
Gretchen Ach, ja die Sünde sah ich jüngst
(verschämt) Als aus der Kirche Du nach mir gingst
Doch haben sie´s, ich gab wohl acht
Nicht so wie Du mit mir gemacht
Und wenn die Tiere sich dran freuen
Kann dann für und wohl Sünde sein.
Faust O, nicht doch Kind, Sünd ist es nicht
Sah ich dch heut Dein Kirchenlicht
Den Herrn Kaplan im Laubengang stehn
Im Arm hat er ein Mägdlein schön
Er sah mich nicht der blinde Tor
Hob er leise ihr den Rock empor
Die heiligen Finger spielten fromm
An ihrer ......
Gretchen Liebster, komm ach komm
Wenn es auch die Priester tun, ach nein
Dann kann es keine Sünde sein
Leih zu dem wonnigen Plaisir
Noch einmal Deine Finger mir.
(Faust springt auf und reißt sich schnell die Kleider ab, sodaß er jetzt nackt vor ihr steht)
Faust Fort mit dir du störendes Gewand
Von heißer Liebesglut entbrannt
Leg dich ab, und Brust an Brust
Mit Dir, genieß ich Götterlust.
Gretchen O Liebster, Du entkleidest Dich
O Gott, wie wird mir wunderlich
Ich sah noch nie, wie sich ein Mann
Die Kleider auszog oder an.
O wie dieser Anblick mich packt
Sag, machst Du mich denn auch ganz nackt?
Faust Gewiß mein Kind im Paradies
Eh Gott den Adam drauß verstieß
War auch der Adam ohne Kleid
Drum fort du lästiges Gewand
Gretchen Ach wie so stolz und wie so schön
Ist solch ein Mann doch anzusehen
Der kräftige Hals, die breite Brust
Die starken Muskeln, welche Lust
So kräftig und so hoheitsvoll
So warm und weich, Du mein Apoll
(umarmt ihn und sie küssen sich, dann tritt sie einige Schritte zurück, ihn abermals zu betrachten)
Gretchen Ach, ach was kommt so dick und groß
Denn dort heraus aus Deinem Schoß
Ein solches Ding ich niemals sah?
Geliebter sag, was hast du da?
Das steht so kerzengerade hervor
Reckt seinen roten Kopf empor
Wie´s aufwärts zuckt und wie es hüpft
Ein Säckchen ist daran geknüpft.
O sieh, und wenn ich richtig bin
ist in dem Beutel etwas drin.
Und alles ist begränzt mit Haar
Geliebter, ach wie wunderbar?
Faust Das ist mein Stolz und Zeitvertreib
Der Unterschied von Mann und Weib
Den Wonnespender ich Dir weih
Und ist der Anblick Dir noch neu
Ich mach Dir mit ihm bekannt
Nimm ihn in deine weiche Hand
Besieh, befühle es genau
Das Lieblingsspielzeug einer Frau
(Gretchen nimmt ihn in beide Hände, kniet vor ihm nieder und besieht und befühlt ihn)
Gretchen Wie sonderbar ist doch ein Mann
Ich seh das Wunder staunend an
Wie´s unter meinen Händen zuckt
Wie´s drinnen hämmert, klopft und puckt
Wie dieser harte, weiche Schaft
Doch samtweich und strotzt vor Kraft
Der Beutel, der so prall und glatt
Zwei runde Eier in sich hat.
O, weil sein Anblick mich erhitzt,
Wozu das alles doch nur nützt
Gleich wie Du mir vorhin getan,
Laß küssen mich den kleinen Mann (küßt ihn)
Faust Ha, Wonn und Seligkeit so reich
Bereiten Deine Lippen weich
Ja, herz und küß den kleinen Mann
Nimm in den Mund ihn, sauge dran
Erreg mit Deiner Zunge Spiel
In mir der Wollust süß Gefühl!
Doch jetzt halt ein, sonst kommt ein Guß
Und Du entziehst Dir selbst Genuß
(er hebt sie auf)
Gretchen Wie wunderbar ist´s für ein Weib
Zu tändeln an des Mannes Leib
Und wie erregt es mein Gefühl
Wenn ich mit sanftem Fingerspiel
Auch Dir, Geliebter. Lust erweckt
Und süß Gefühl in Dir erregt.
Jedoch verzeih, ich bin so dumm
Und sage mir, ich bitte drum
Zu haben so ein drittes Bein
Das muß doch sehr gefährlich sein
So tragt ihr doch das Ding versteckt
Daß man´s bei Tage nicht entdeckt?
Es ist so steif, es ist so dick
Doch sah ich´s nie mit meinem Blick.
Faust Mein Kind, nicht immer steht er mir
Doch denk ich an Dich, bin ich bei Dir
Seh ich Dich vor mir schön und nackt
Gleich mich die Erregung packt
Dann schwillt er an, ist steif und dick
Wie Du ihn siehst vor Deinem Blick
Gewöhnlich hängt er klein und schlapp
Mir trüb von meinem Leib herab..
Gretchen Ach Gott wer hätte das gedacht
Ich also hab ihn steif gemacht
Faust Ja mit Deiner Schönheit Pracht
Hast ihn gar schnell zu Stein gemacht
Doch willst erschlaffen Du ihn sehen
So laß ins Bett sobald uns gehen.
Gretchen Ja gehen wir, es ist schon spät.
Doch ist zu klein für zwei das Bett
Schlaf Du nur sanft Du guter Mann
Ich leg mich auf das Sofa dann.
Faust O Närrchen, nicht doch, nicht zu klein
Wird für uns zwei Dein Bettchen sein
Weit schöneres noch tu ich Dir kund
Als mit dem Finger, mit dem Mund
Leg Dich zu mir, im Augenblick
Lehr ich Dich noch das höchste Glück
(Er trägt sie ans Bett)
Gretchen Gibt`s denn noch Schöneres lieber Mann
Als was Du mir bereits getan?
Faust Nun öffne Deine Schenkel weit
Mir jetzt zur höchsten Seligkeit
Gretchen Ist´s so recht?
Faust Jetzt die Füße hoch
Zeig mir nochmals Dein süßes Loch
(Er kniet zwischen ihren Beinen und betrachtet und küßt sie, dann legt er sich auf sie)
Gretchen Geliebter, ach was willst Du tun?
Faust Auf Deinem weichem Leibe ruhn
Den Liebeszepter, steif und groß
versenken tief in Deinem Schoß
Gretchen Geliebter, ach halt ein, halt ein
O bitte steck ihn nicht hinein
Faust O Liebchen bebe nicht zurück
Laß uns vollenden unser Glück
Gretchen Ich fürchte mich, Du tust mir weh
Faust O liebes Närrchen, dick, seh doch, geht
Ein kleiner Schmerz bringt Götterfreud
O fürcht Dich nicht, ich tu Dir nicht weh.
Gretchen O es gescheh dann Dein Will
Geliebter, ach ich halte still
Faust Jetzt steifes Glied
Hinein damit.
Gretchen Ach, ach......
Ich werde schwach.
Faust Verdammtes Bein,
Willst du hinein!
O Kind, ich bitt´ Dich
So hilf doch mit.
Gretchen Wie fang ich´s an
Dann ich Dir helfen kann?
Faust Zieh mit den Fingern Deiner Hand
Nur das Ding etwas auseinand
Brauchst nicht zu schrein
Dann geht er leicht hinein.
Ich find das Loch nicht
Au, das ist zu hoch.
Gretchen Hier ist´s zu tief - Jetzt bist Du vorm Loch
Au, ach, oh, zieh ihn zurück
Er geht nicht hinein, er ist zu dick.
Faust Einmal am Eingang, muß er hinein.
Da hilft kein Zittern, Zagen oder Schreien
Gretchen Au weh, welche Pein
(schreit laut)
Faust Jetzt dringt er hinein
Jetzt hab ich ihn drin.
Gretchen Drin hab´ ich ihn jetzt und keinen Schmerz
Fühl ich jetzt mehr in meinem Herz
Faust Wie herrlich zu liegen
Sich wogen und wiegen
Auf schneeigen Leib
So kosen und lieben
Hinein ihn zu schmiegen
Dem lieblichen Weib.
Gretchen Ach, ........ Ach,........
Faust Wie ist es? Tut es Dir gut?
Gretchen Ach, wie wohl mir das tut
Es ist noch ein schöneres Gefühl
Als das Fingerspiel
Wenn er so dick und heiß
In mir bewegt sich leis
So glatt und fein
Gleitet aus, gleitet ein.
O, Liebster, etwas tiefer noch
Schieb ihn mir ins Loch
Und mein Geliebter Du
Etwas schneller stoße zu,
Faust Mit Deiner Hand jetzt pack
Fest meinen Hodensack
Um zu erhöhen die Lust
Küß ich Dir Deine Brust
Gretchen Wonne, so süß, so groß
Stoß Liebster, stoß - ach - stoß fester stoß
Faust Jetzt noch ein Stoß
Dann geht es los.
Jetzt spritzt in Ihren Schoß
Ach .........
Gretchen Mein Gott, wie wird mir
Was ergießt sich so heiß
In meinem Leib
Halt ein, halt ein
Ich kann nicht mehr
Ach Gott!!! (Stöhnen - Seufzer - Pause)
Faust Wie war´s Dir?
Gretchen Ich kann nicht sagen, wie mir war
So süß, so wonnig, so wunderbar
Zwar hat zuerst Dein kleiner Mann
Mir ganz empfindlich weh getan
Doch als er erst war darin
Da war vor Lust ich fast von Sinn
Und als dann gar Dein kleiner Mann
Ich weiß nicht was, mir hineingetan
Da war vor Wonne ich so entzückt,
Daß ich glaubte, ich sei der Welt entrückt.
Faust Süße Wonne die mir verschafft
Dir übergab ich meine Manneskraft
Drum bin ermattet und ganz erschlafft
Gretchen Du kleiner, der verschafft mir den Genuß
Komm her zu mir, ich geb dir einen Kuß
(Sie greift nach Faust´s Glied und sieht, daß es erschlafft ist. Da ruft sie)
Gretchen Was seh ich, was habe ich gemacht?
Er, der so steif in seiner strammen Pracht
Er hängt jetzt machtlos, leblos fest herab,
O, sag mir, ob ich weh getan Dir hab?
Faust Mein Kind, küß ihn nur recht, im Augenblick
Erhält er seine alte Kraft zurück.
Gretchen Ach, wie ich auch geküßt ihn hab
Noch immer hängt er matt herab!
Faust Dann laß Dein kleines Ding mich sehen
Als wird er dann auferstehen.
(Faust legt sich der Länge nach über sie, soaß sein Kopf zwischen ihre Beine und umgekehrt kommt)
(Gretchen spielt an seinem Behang)
Gretchen Da hängt er und schwankt vor meinem Gesicht
Ich küß ihn, ich beiß ihn, doch steif wird er nicht
Faust Da liegt sie, wie duftet sie so lieblich, so fein
Ich lecke, ich stecke die Zunge hinein
Gretchen Ha, was muß ich eben sehen
Er beginnt zu stehen
Er quillt
Er schwillt
Im Augenblick
Gewinnt er an Dicke
Wie er sich recht, sich langsam bewegt
Wie er zuckt und klopft
Wie er nickt und hopst
Wie gerät in Eifer, wird steifer und steifer
So hart, so prall muß er sein
Jetzt Liebster, steck in mir noch einmal hinein.
Faust Gut, Kindchen gut
Muß so sein, bis aufs Blut
So will ich drücken
So will ich f.....
Bis der letzte Rest von Kraft
Bis der letzte Tropfen Saft
Von mir ist genommen
Bis Du alles hast bekommen.
Gretchen Nennt man das f....., was Du mir getan?
Dann f..... mich noch einmal, lieber Mann
Faust Noch einmal, Du dicker Spund
Fahr hinein, bis auf den Grund.
Gretchen Ach, ach kaum hab ich ihn drin
Schwindet mir wieder der Sinn
Schon zittern mir alle Glieder
Und beim fünften Stoß, - ach - kommt es wieder.
Jetzt ist´s aus
Tu ihn heraus.
Faust Nein, laß ihn noch drin
Bis ich ganz fertig bin.
Gretchen Nein, nein, Du machst mir Pein
Heraus damit
(sie reißt sich los!)
Faust Seht doch, wie er mir steht noch.
Er hat viel Gelüste
Gut, so f..... ich Dich zwischen die Brüste
Mit beiden Händen halte die Brüste fest
Ich steck ihn hinein, in das warme Nest
Daß er liegt wie zwischen Schwanenflügeln
In den weichen jungfräulichen Hügeln
So jetzt geht es los.
Jetzt, Stoß auf Stoß
Ha, welch wonniger Zeitvertreib
Auf eines Mädchens weichen Leib
Gretchen Wie aus der Brüste weicher Haut
Hervor das rote Köpfchen schaut
Öffnet den Mund und lacht mich an
Gelt kleiner, das hast du mir angetan
Faust Helft mir ihr Musen
(heftig erregt) Es spritz und ergießt sich auf ihren Busen
Gretchen Was ist das?
Du machst mich ja naß
Es kommt im Bogen
Heraus geflogen
Ein dicker Schleim
Ein weißer Seim
Spritzt mir über Hals und Brust
Ach, hab ich doch nie gewußt
Bis jetzt in meinem Leben
Daß die Männer etwas von sich geben
Noch immer tropft es nach.
Doch sieh, er wird schon wieder schwach
Er, der doch noch eben Feuer und Flamme
Schrumpft in meiner Brust zusammen.
Faust Wisch es ab mit dem Tuch
Ich hab von dem Stoff noch genug
Gretchen (nach einer Pause)
Kleiner, so mag ich dich nicht sehen
Komme, ich bring dich wieder zum Stehen
Hin und her will ich dich wenden
Drücken dich zwischen den Händen
Spielen mit dem Beutel, dem weichen
Quetche die rundlichen Eicheln
Ziehe die Haus so weiß
Über das Köpfchen leis
Leg mich jetzt auf dich und
Nehm´ ihn in den Mund
Jetzt ist er wieder steif, ich saug daran
Gelt du leckst mich noch einmal du kleiner Mann
Wie ist die Wonne so groß
Deine Zunge fühl ich wieder im Schoß
Wie du mich kitztelst, wie das juckt
Wie der kleine Mann vor Freude zuckt
Ach, es kommt mir schon wieder
Schatz und träufelt auf dich hernieder
Ach wie kitzelt es so sehr
Liebster halt ein, ich kann nicht mehr
Faust Himmlicher Tau
Vergießt die Frau
Wenn sie voll brünstigen Verlangen
Sich vom Manne läßt empfangen
Liebchen, Oh drücke doch leis
Noch ist geladen mein Geschwänze.
Gretchen Liebster Mann, wie fange ich an
Daß den Saft ich Dir entleere
Faust Reibe ihn mit der Hand, recht gewandt
Immer schneller auf und nieder
Ha, jetzt fährt mir´s durch die Glieder
Leck mir mit Speichel
Ein wenig die Eichel
So ist´s recht, nur immerzu
Jetzt kommt es im Nu
Gretchen Wie erhitzt
Jetzt kommt es gespritzt
So lustig und munter
Benetzt mir die Hände
Rieselt ohne Ende
Den Leib herunter
Faust Auf´s Bettuch hinunter
Jetzt ist alles leer
Ich kann nicht mehr
Laß uns ein Stündchen ruhen
Dann können wir´s noch einmal tun.
(Beide schlummern Arm in Arm)
(Lange Pause)
Gretchen Du, den ich durch das Spiel der Sünde
(erwachend) Vom Säfte Überfluß erlöst
Matt ruhst Du jetzt auf Deiner Lende
Das rote Haupt ist halb entblößt
Das Säckchen, prall und rund soeben
So rosig, so voll und straff
Hat seinen Inhalt hergegeben
Und hängt nunmehr müd und schlaff
Es ruht im Kranze der blonden Locken
Sich von der süßen Arbeit aus.
Horch, sind das nicht die Kirchturmglocken
Der Tag beginnt - zum Bett hinaus
Komm Kleiner, komm ich will dich necken.
Mit einem warmen süßen Kuß
Dich dann zu neuer Arbeit wecken
Zu neuen wonnigem Genuß
Ich nehm dich in den Mund
Der Beutel wird prall und rund
Und wie ich mit der Hand ergreif
Richtet er sich auf und wird wieder steif.
Oh, wie lieb.
Faust erwacht.
Gretchen Ach, vergib, daß ich Dich neckte
Und Dich erweckte
Vorbei ist die Nach
Der Morgen erwacht
Laß uns noch einmal, ehe wir scheiden
(Anmerkung: Das Blatt ist an dieser Stelle so zerrissen, daß man zwei Zeilen nicht mehr richtig
entziffern kann. Bevor ich fehlerhaft das Gedicht ergänze, lasse ich diese Stelle offen!)
Faust Nicht mehr erschlafft, voller Kraft
Steht er in Deiner Hand
So will ich nochmals besorgen
Wünsch Dir einen guten Morgen
Jetzt die Beine weit auseinand
Süßes Weib, süßes Weib
Ich steck ihn hinein, in Deinen Leib
Gretchen Ach wie schön, ich muß vergehen
Stoß, bis er Dir kommt
Bis Du mich von neuem überschwemmst
Ich fühle, jetzt naht im Augenblick
S´kommt ... es kommt das süße Glück
Ach ------ Ach.
Beide Süße, süße Lust der Liebe
Faust (kleidet sich an)
Schon auf den Gassen beginnt der Tag
Muß ich Dich jetzt verlassen, es ungern ich mag
Ich muß fort aus dem Haus, Ruhe Dich noch ein wenig aus.
Stärke Deine Glieder, ich komme bald wieder.
(Faust hängt seinen Mantel um. Gretchen begleitet ihn nackt zur Tür. Die beiden küssen sich.)
ENDE
Anmerkung:
Im Nachlaß meines Vaters war ein ganz normaler Bildband. In diesem waren, getrennt auf jeder Seite, Papierschnipsel. Da diese so sorgfältig aufgehoben wurden, überlegte ich mir, daß dies einen bestimmten Sinn mal gehabt hat. Aus diesem Grund puzzelte ich mit viel Tesa-Film die Seiten zusammen. Auf insgesamt 13 Seiten besteht diese unbekannte "Goethe-Dichtung". Geschrieben wurde sie auf sog. Kanzleipapier (30/40er Jahre) das etwas kleiner, aber breiter als das heutige DIN-A4-Papier ist. Der Text wurde durch Blaupapier vervielfältigt. Der Zustand der Blätter ist teilweise, auch durch viele Faltungen der Blätter, schwer lesbar gewesen. Auch fehlen einzelne Papierschnipsel, die aber kaum Einfluß auf den Text hatten. Nur auf der letzten Seite, im Knick, mußte ich auf das Abtippen zweier Zeilen verzichten, denn diese sind nur schwer zu entziffern.
Vorschläge zur Ergänzung der unbekannten Zeilen bitte an:
exilbayer@topmail.de
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