I
Viktor schob den Sargdeckel zurück, richtete sich auf und zündete sich erst
einmal eine Zigarette an. Er liebte diese Momente: Die Sonne war im
Versinken begriffen und der Himmel leuchtete blutrot. Es war jene Zeit, zu
der die Menschen eine gewisse Lässigkeit an den Tag legten, jene Zeit, da
sie sich ihren Gedanken überließen und darüber nachdachten, wie sie wohl
den Abend verbringen würden jene Zeit, zu der die Mädchen noch die kurzen
Kleidchen trugen und doch zu frösteln begannen, da die Hitze des Tages
nachließ. Der Sommer war wundervoll! All diese schönen Frauen, die kamen
und gingen, die dieses wollten und jenes taten und so herrlich wenig
Stoff am Leib trugen...
Viktor zog den Rauch seiner Zigarette tief ein und lächelte. Nun begann
seine Zeit. "Die ganze Welt ist voller Vergnügen und Nahrung", dachte er.
"Und wie vortrefflich ist es, daß die Natur es so eingerichtet hat, daß
schöne Frauen beides zugleich sind." Er dachte an die Zwillinge, die er
letzte Nacht ausgetrunken hatte, zwei hinreißende Mädchen, die er auf
irgendeiner Studentenparty kennengelernt hatte. "Studentenparties...",
Viktor mußte lächeln. "Langweilig bis zum Dahinaus, allein die Musik macht
einen wahnsinnig; aber die beste Fleischtheke."
Seit Viktor ein Vampir geworden war, fühlte er sich frei. Keine Skrupel
hinderten ihn mehr daran, das zu tun, wonach ihm der Sinn stand; er war
reiner Instinkt, darauf bedacht, seine Lust und seinen Durst zu stillen.
"Durst!" Viktor schnippte die Zigarette weg und stand auf.
"Verdammt, ich habe einen Höllendurst!"
Er ging zu einer Nische, die sich im hintersten Winkel seines
Kellergewölbes befand und nahm eine Karaffe, die halb mit Blut gefüllt war,
Blut, das von den Zwillingen übriggeblieben war. Nachdem er sich erst mit
ihnen vergnügt und sie dann ausgesaugt hatte, hatte er den Rest des
Lebenssaftes der einen in eine Anderthalbliter-Coca-Cola-Plastikflasche
abgefüllt und war nach Hause gegangen. Er nahm einen Schluck und fühlte die
belebende Wirkung (ähnlich wie bei uns Sterblichen der erste Schluck
Kaffee).
"Große Brüste", ging es ihm durch den Kopf, "Heute will ich eine mit großen
Brüsten. Überhaupt: Üppig soll sie sein. Nicht dick, aber schon mit
richtigen Schenkeln, mit richtigen Hüften, lebendig, warm, weich..."
Viktor spürte, wie seine Zähne allein bei der Vorstellung wuchsen; die
Eckzähne ragten ihm alsbald dermaßen aus dem Mund, daß er ihn nicht mehr
zumachen konnte. Er spürte auch, wie ihm an anderer Stelle etwas wuchs. Er
war zu sehr Mensch geblieben, als daß er nur an Blut Gefallen finden
konnte. Einige seiner Gefährten waren da anders: Für sie gab es nur noch
eins: Blut. Da war keine Lust mehr. Doch er war anders. Vielleicht lag es
daran, wie er zum Vampir geworden war. Eines Abends hatte er eine schöne
Rothaarige kennengelernt. Sie machte ihm offenkundig Avancen, was er
schwerlich begreifen konnte, sah er sich selbst doch nie als einen
besonders attraktiven Mann an. Doch wie dem auch sei, sie hatte anscheinend
Gefallen an ihm gefunden und irgendwann waren sie bei ihm in der Wohnung
angekommen. Dort nun hatte sie ihr wahres Gesicht gezeigt und Dinge mit ihm
angestellt, von denen er nicht einmal zu träumen gewagt hatte. Als er dann
nackt, verschwitzt und völlig ausgepumpt auf dem Laken gelegen hatte, hatte
sie zu ihm gesagt:
"Du gefällst mir. Ich werde dir ein neues Leben schenken!"
Dann, noch ehe er begriffen hatte, wie ihm geschah, hatte sie ihm ihre
Fangzähne in den Hals geschlagen, sein Blut getrunken und ihm dann ihres zu
trinken gegeben. Von da an konnte er sich an nichts erinnern, bis zu jenem
Moment, da er in einem Keller erwacht war. Nicht einmal ihr Name war ihm
je wieder eingefallen, wenn sie ihn ihm überhaupt gesagt hatte.
Viktor stellte die Karaffe weg und streckte sich. Dann stieg er die Treppe
seines Kellers empor. Der Himmel war nun purpurfarben. Viktor breitete die
Arme aus und ließ sie zu großen, hautbespannten Flügeln werden. Gleichsam
verwandelte sich sein Körper in ein haariges Etwas, bis er ganz die Form
einer großen Fledermaus angenommen hatte. Er schwang die Flügel vor und
zurück und endlich hob er ab und flog davon.
II
Mittlerweile hatte der Himmel jenes dunkle Blau angenommen, das wie ein
vielversprechender Mantel über der Stadt lag: Bald würde die Nacht
endgültig hereingebrochen sein; bald würden auch bei den Menschen die
dunklen Seiten in Erscheinung treten. Viktor kreiste wie ein unwirklicher
Schatten über den Straßen und hielt Ausschau. Er wußte, wo er fündig werden
würde: Parks, Caf? Biergärten, all jene Orte, wo sich die jungen Leute
trafen, wo er sich unter sie mischen konnte. Als erstes flog er zu seinem
Lieblingsplatz, einer kleinen Kneipe, die über eine Terrasse verfügte,
direkt gegenüber einer alten Kirche. Diese Kirche benutzte er als
Aussichtspunkt, das heißt, er hängte sich zwischen die alten steinernen
Wasserspeier, groteske, apokalyptische Höllenwesen. Von da aus entging
seinem Blick keine Bewegung und seine empfindlichen Ohren nahmen jedes noch
so feine Geräusch war. So wartete er...
...und wartete und wartete...
Dann sah er sie: mittelgroß, brünettes Haar, in ein dunkles Kostüm
gekleidet. Ihr Gesicht war schön, ihr Körper formte sich vielversprechend
unter dem Textil, das Revers ihrer Jacke floß über ihre üppigen Brüste, der
Rock lag eng auf ihren ausladenden Hüften, die Beine waren von jener Art,
daß sie es sich trotz ihrer Fülle leisten konnte, einen kurzen Rock zu
tragen. Und dann ihr Hals: Er war kräftig und zugleich wunderbar lang.
Victor war gebannt von dieser wundervollen Erscheinung. Er sah zu, was sie
tat: Offenbar war sie im Begriff zu gehen, denn sie unterhielt sich mit
einem Kellner des Caf?und drückte ihm dann etwas Geld in die Hand. Kurz
wechselten sie noch ein paar Worte, dann ging sie davon. Sie machte sich
auf zu einem Taxistand, der sich ganz in der Nähe befand. Dort mußte sie
feststellen, daß weit und breit kein Taxi zu sehen war.
III
"Mist", sagte Emilie und fluchte weiter leise vor sich hin: "Wenn man
einmal eins braucht, ist kein Taxi da! ... Und meine Füße tun weh; ich
brauche ein Bad und vor allem will ich endlich aus diesen Klamotten raus!
... Also gut, lauf ich halt..."
Sie machte sich zu Fuß auf den Heimweg. Der Abend war angenehm warm, es
roch nach Sommer, ein leiser Wind wehte. Beinahe empfand sie es sogar als
angenehm, die Strecke laufen zu müssen, obgleich ihre Wohnung gut zwanzig
Minuten entfernt lag. Es war eine Dachgeschoßwohnung, die etwas am Rande
der kleinen Stadt lag.
Emilie genoß den Spaziergang, trotz ihrer schmerzenden Füße. Der Tag war
anstrengend gewesen, die Arbeit im Büro hing ihr ebenso zum Hals raus wie
die Avancen ihres Abteilungsleiters. "Es ist zum Verrücktwerden!" ging es
ihr durch den Kopf, "Seit Wochen will ich endlich mal richtig guten Sex,
und mich labern nur solche Blindgänger an..." Emilie seufzte leise und ging
weiter. Den Schatten, der ihr folgte, bemerkte sie nicht. Bis sie dann in
eine Seitenstraße einbog. Es war eine recht enge Gasse, die von alten
Häusern eingefaßt war. Sie führte direkt zu Emilies Haus. Eigentlich
stellten die Häuser ein recht malerisches Bild vor, aber heute war ihr das
Sträßchen nicht ganz geheuer. Keine Menschenseele war zu sehen, nicht
einmal Licht brannte in den Fenstern. Ein leiser Windstoß traf sie von
hinten, sie fröstelte. Ein Rauschen, fast ein Flattern tönte über ihr. Sie
blieb stehen und sah sich um, es war nichts zu sehen. Sie merkte, wie ihr
Herz schneller schlug, wie ihr Körper vibrierte; irgend etwas war da! Sie
drehte sich wieder um und ging weiter ihre Schritte wurden schneller.
Noch zweihundert Meter, dann würde sie die Haustür erreicht haben. Jetzt
nur nicht umsehen... Doch da: ein leises Heulen, ein Seufzen hinter ihr.
Wieder blieb sie stehen, sah sich um. "Hallo?! Ist da jemand?" Emilie
erschrak fast vor ihrer eigenen Stimme. Angestrengt spähte sie in den
Nachthimmel, sah die alten Fassaden hinauf, blickte die Gasse zurück.
Nichts. Bis auf den Nebel am Boden. Nebel? Emilie starrte irritiert auf
die blau leuchtenden Schwaden, die sich zu ihren Füßen verwirbelten. Nebel
um diese Tageszeit, bei diesem Wetter? Er umfloß ihre Knöchel, fast
schien es ihr, als würde er sie berühren. Emilie erschauerte, sie war
unfähig auch nur einen Schritt zu tun. Gebannt schaute sie wabernde Wolke,
die nun an ihren Beinen emporkletterte, ihre Waden umschmeichelte, die Knie
liebkoste und sich zwischen ihren Schenkeln immer höher tastete. Emilie
schloß die Augen. Ihr Unterleib kribbelte, vibrierte; sie spürte, wie ihr
Slip sich bewegte. Emilie war von Sinnen, sie konnte nichts erklären,
nichts verstehen, - sie fühlte nur ein unsagbares Verlangen zwischen ihren
Beinen. Langsam wurde ihr Slip heruntergezogen und lag endlich zu ihren
Füßen. Nackt und offen war sie unter ihrem Rock und der Nebel kroch höher.
Sie spürte, wie ihre Möse umspielt wurde, wie etwas ihre Schamlippen
öffnete und in sie eindrang. Emilie stöhnte leise auf und stellte sich
breitbeinig hin. Ihre Knie wurden weich, sie mußte sich an einer Hauswand
abstützen. Aus ihren Poren rann der Schweiß. Ihre Vagina pulsierte wie
verrückt und mit einen leisen spitzen Seufzer kam sie.
Emilie öffnete die Augen, sah zu Boden: Der Nebel war verschwunden. Sie
tastete mit der Hand ihre Beine entlang und mußte feststellen, daß sie voll
von ihrem Saft waren. Sie wurde rot, blickte sich um, ob eventuell jemand
auf der Straße war und sie beobachtet hatte. Doch niemand war zu sehen. Sie
versuchte, ihre Gedanken zu ordnen. "Oh Mann, habe ich es so nötig?" fragte
sie sich und es war ihr eigentlich unglaublich peinlich, was da gerade
geschehen war. Nur: Was war da passiert? Sie sah auf ihren Slip am Boden.
"Ich muß von Sinnen sein... Nach Hause, nichts wie nach Hause!"
Sie drehte sich um und fast blieb ihr das Herz stehen.
"Guten Abend." Wie aus dem Nichts stand plötzlich ein Mann vor ihr und sah
sie an.
"Ich hoffe, ich habe sie nicht erschreckt", sagte er sanft.
"Nein, nein, ist schon gut. Ich bin nur im Moment etwas durcheinander",
stotterte sie etwas benommen.
"Das sehe ich", entgegnete der Fremde lächelnd.
"Wahrscheinlich bin ich etwas überarbeitet."
"Wahrscheinlich..."
"Ich bin auf dem Weg nach Hause", sagte Emilie und wollte an ihm vorbei.
"Sie haben etwas verloren." Der Fremde bückte sich und hob ihren Slip auf.
Emilie wurde leichenblaß. Der Fremde hielt den Slip an seine Nase und sog
den Geruch ein. Dann sah er sie durchdringend an: "Sie haben die Liebe
genossen. Sie sollten ihre Spuren nicht so achtlos liegenlassen." Er hielt
ihr den zarten weißen Stoff hin; sie griff zu und stopfte ihn hastig in die
Jackentasche. Dann wollte abermals an ihm vorbei, doch der Fremde hielt sie
fest und sagte mit einer Stimme, die nicht von dieser Welt zu sein schien:
"Geh nach Hause! Und öffne ein Fenster! Ich werde heute zu dir kommen! Sei
bereit!" Dann ließ er sie los und verschwand.
IV
Victor sah aus der Luft, wie Emilie die Straße entlang hastete. Sie
erreichte die Tür zu ihrem Haus, schloß sie eilig auf und ging hinein.
Victor ließ sich auf dem Dach des gegenüber stehenden Hauses nieder und
beobachtete das Haus. Seine feinen Ohren konnten Emilies Schritte auf der
Treppe hören; sie rannte nun beinah. Dann hörte er wieder ihre Schlüssel
klimpern, ein Schloß schnappen und eine leise quietschende Tür. Dann sah
er, wie im obersten Stock das Licht anging. Er erhob sich und flog direkt
zu einem der nun erleuchteten Fenster. Dort klammerte er sich fest und sah
hinein. Er sah sie wie sie vorsichtig durch ihre Wohnung ging als erwarte
sie, daß jemand dort ihr auflauerte. Als sie wohl festgestellt hatte, daß
sie allein war, schien sie sich etwas zu beruhigen. Sie ging zu einem
Schrank im Wohnzimmer und holte eine Flasche hervor. Sie goß sich ein Glas
mit deren Inhalt voll und stürzte es hinunter. Dann ließ sie sich auf die
Couch fallen. Eine Weile saß sie da, dann zog sie die Jacke aus; sie trug
nur einen weißen BH darunter, der ihre üppigen Brüste in eine wundervolle
Form brachte. Sie sah an sich hinab, legte eine Hand auf ihre linke Brust
und massierte sie leicht. Offenbar stand sie noch unter dem Eindruck des
zuvor Geschehenen, denn das Streicheln wurde kräftiger, und auch die andere
Hand suchte sich nun eine Stelle, die sie verwöhnen wollte. Victor sah, wie
Emilie den Rock hochschob und mit den Fingern zwischen ihren Beinen
spielte. Sie legte den Kopf zurück, schloß die Augen, spreizte die Beine;
ihre Hand bewegte sich nun schneller. Aus ihrem langen Hals traten deutlich
die Adern hervor, ihr Atem wurde heftiger. Mit einer Hand nestelte sie an
ihrem BH herum, bis er endlich nachgab und von ihrem Körper glitt. Ihre
Brüste senkten sich leicht hernieder und schaukelten sanft unter ihren
Berührungen. Ihre Brustwarzen waren groß und leuchteten in rosig im
gedämpften Licht. Die Nippel standen herrlich hervor. Schließlich streifte
sich Emilie den Rock hinunter und saß beziehungsweise lag nun mehr nackt
auf dem Sofa. Victor war hingerissen: Unter den wogenden Brüsten wölbte
sich leicht der Bauch, ein kleiner Nabel zierte diesen. Die Hüften
beschrieben eine herrliche Rundung und ab und an konnte Victor einen Blick
ihres kurzen dunklen Schamhaares unter ihrer Hand erhaschen. Ihre
prächtigen Schenkel waren nun weit gespreizt. Emilie atmete immer schneller
und leise mischten sie Seufzer hinein. Ihr Becken bewegte sich auf und ab.
Victors Sinne waren nun aufs Stärkste gespannt, er hörte, wie sie stöhnte,
roch ihren Schweiß, nahm ihre ansteigende Körpertemperatur wahr, spürte,
wie ihr Blut in ihren Adern pulsierte. Seine Zähne wuchsen beträchtlich an,
sprengten fast beide Kiefer und unwillkürlich schnappte er ins Leere. Er
versenkte seinen Blick in diesen wunderbaren, sich windenden Körper, sah
jede Regung, sah die Adern, die unter der Haut emportraten. Und wie er da
so am Fenster hing, mutierte er von einer Fledermaus in einen wütenden
Höllenengel: Sein Körper war von einer fast schwarzen, lederartigen Haut
überzogen, Hände und Füße zu gewaltigen Krallen gewachsen und mächtige
Schwingen wuchsen aus seinem Rücken. Sein Gesicht war zu einer höllischen
Fratze verzerrt und aus seinem Maul ragten die Zähne in geradezu grotesker
Art. Vollendet wurde die Erscheinung durch ein gewaltiges Glied, das in den
Nachthimmel ragte. Aus seiner Kehle klang ein gurgelndes Fauchen und die
Augen glühten wie Vorboten des Fegefeuers. Mit einem Wort: Victor war
richtig in Stimmung.
V
Emilie hielt inne, sie sah zum Fenster, als hätte sie etwas gehört. Langsam
stand sie auf und ging vorsichtig zum Fenster. "Hallo?" rief sie leise,
"Ist da jemand?" Sie zögerte, legte dann die Hand an den Griff und drehte
ihn um. Behutsam öffnete sie das Fenster, sah hinaus und erstarrte. Der
Vampir zog sich am Rahmen empor, streckte erst den Kopf, dann den
Oberkörper ins Innere des Zimmers. Emilie wich zurück, was sie sah,
überstieg ihre Vorstellungskraft; Grauen, Todesangst stieg in ihr auf, sie
wußte, daß ihre Stunde gekommen war. Mechanisch ging sie Schritt um Schritt
rückwärts. Der Vampir stand nun in voller Größe vor ihr, überragte sie um
Haupteslänge. Seine Kiefer öffneten und schlossen sich, die Pranken griffen
nach ihr und sein großer, steifer Schwanz ragte ihr fordernd entgegen. Er
machte einen Schritt auf sie zu, dann noch einen; er trieb sie langsam vor
sich her, dirigierte sie in Richtung der Tür, die zu ihrem Schlafzimmer
führte. Er starrte auf ihren nackten Körper, den bebenden Busen, den
weichen Bauch, die zittrigen Knie. Er weidete sich an ihrer Angst. Emilie
stolperte es war die Bettkante und sank auf das Laken nieder. Noch
standen ihre Füße auf dem Boden. er Vampir ließ sich blitzschnell zu ihren
Füßen nieder und hielt Emilie an den Knien fest. Dann drückte er ihr die
Beine auseinander und blickte auf die rot leuchtende Möse. Er versenkte
seinen Kopf zwischen den Schenkeln und ließ seine Zunge in Emilies Vagina
fahren. So weit hatte er sein Maul geöffnet, daß die scharfen Zähne über
ihrem Flaum standen. Doch noch würde er nicht zubeißen. Der Vampir sah
Emilies hingestreckten Körper vor sich liegen, sah, wie sich die Brüste
regelrecht auftürmten, gekrönt von den aufgerichteten Nippeln; er sah, wie
sich der Bauch hob und senkte mit jedem Atemzug. Er vernahm ihr Stöhnen und
Winseln, wie sie um Gnade flehte. Und er spürte ihre Geilheit, die sich
zunehmend in ihrem Körper breit machte. Der Akt mit dem Teufel: So viel war
schon darüber geschrieben worden, und verdammt noch mal, jedes Wort davon
war wahr. Victor kannte die Sterblichen, er wußte wie sie sich an jenem
Gefühl berauschten, wenn ihnen bewußt wurde, das ihnen die letzte,
höllische Liebesnacht bevorstand. Er erhob sich, nahm Emilie und warf sie
vollends aufs Bett. Sie sah ihn an, wandt sich hingebungsvoll, nahm die
Arme hinter den Kopf und bot ihm ihren vollen Körper dar. Der Vampir
krallte seine Klauen in ihre Seiten, hielt sie fest, erforschte mit seiner
immensen Zunge jeden Winkel ihres Körpers. Und wie er da zwischen ihren
Schenkeln kniete, berührte sein mächtiger Pfahl ihre Schamlippen. Emilies
Möse tropfte geradezu, sie wollte ihn nur in sich aufnehmen. Doch noch
spielte das Ungeheuer mit ihr, die riesige Eichel tastete sich vor und
zurück, öffnete den nassen Spalt nur ein wenig. Emilie verging vor Lust,
ging ganz in ihren Gefühlen auf. Nach der Art wie er sie festhielt, wie er
seine Krallen um ihre Brüste schloß, ahnte sie, welche Kraft dieses Wesen
hatte. Geilheit, Furcht, Verlangen, Entsetzen wechselten einander ab,
mischten sich zu einer einzigen wollüstigen Begierde. Sie griff zwischen
ihre Beine und betastete den höllischen Schwanz. Heiß war er und hart und
gewaltig; wie sollte er... Doch noch ehe Emilie den Gedanken zu Ende denken
konnte, stieß der Vampir ihr seinen Pfahl mitten hinein. Emilie schrie laut
auf, als sie ihn tief in sich spürte. Er zerriß sie beinah, füllte ihren
Körper ganz aus, glitt dann wieder fast hinaus, um dann wieder
hineingerammt zu werden. Immer schneller wurden die Stöße des Monsters und
Emilie kreischte in immer schrilleren Tönen. Der Vampir aber war nun wie
entfesselt. Er bohrte seine Lanze in die kleine geile Fotze dieser Frau,
packte ihre Beine und drückte sie immer weiter auseinander, gierte nach
ihrer wogenden Brust und biß zu. Warm und süß sprudelte das Blut aus der
Wunde in seinen Mund. Er trank und trank, saugte der Frau den Lebenssaft
aus. Dann schlug er die Zähne in eine andere Stelle
ihres weichen Körpers und tat auch da eine Quelle frischen Blutes auf. Und
je mehr er zubiß und ihr Blut soff, um so rasender wurde. Emilies Körper
zuckte, bog sich, reckte sich ihm entgegen; überall war ihr Blut, das er
begierig aufleckte. Auch sie raste; Schmerz, Lust, Hingabe ließen einen
Orgasmus auf den nächsten folgen. Wie von ferne hörte sie ihre eigene
Stimme, die immer schriller wurde, sie hörte, wie sie kreischte, schrie,
jammerte und sie bemerkte, wie sie begann zu sterben.
Da, plötzlich, hielt der Vampir inne. Emilie öffnete mit letzter Kraft die
Augen und sah in das Gesicht des Fremden, der ihr auf der Straße begegnet
war. Er blickte sie aus dunklen Augen an und sagte:
"Wie heißt du?"
"Emilie...", hauchte sie.
"Du bist wundervoll, Emilie."
Sie konnte nichts sagen.
"Gleich wirst du sterben. Doch ich werde dir ein neues Leben schenken. Es
wäre doch schade, wenn jemand wie du einfach verginge."
Matt hörte Emilie die Stimme des Fremden.
"Wer bist du?" krächzte sie kaum hörbar.
"Ich heiße Victor. Du solltest jetzt tun, was ich dir sage. Trink von
meinem Blut. Dann wirst du sterben und als Vampir wiedergeboren werden.
Willst du das?"
Emilie nickte.
"Gut, dann paß jetzt auf!"
Victor ritzte sich die Pulsschlagader auf und ließ einige Tropfen Blut in
Emilies Mund tropfen. Er sah, wie sie sie herunterschluckte und nickte.
"Nun komm! Wir müssen uns beeilen; bald wird der Tag anbrechen."
Er beugte sich zu ihr hinter und nahm ihren Körper in den Arm. Dann hob er
sie auf und trat mit ihr zum Fenster. Emilie schwanden die Sinne. Mit einem
letzten Blick sah sie, daß er abermals die Gestalt jenes Höllenengels
angenommen hatte, als der ihr erschienen war. Nun hatte sie keine Furcht
mehr; sie fühlte sich geborgen und ließ ihr Leben endgültig los. Victor
sah sie zärtlich an, kletterte durch das Fenster und breitete die Schwingen
aus. Der Himmel war von seinem Nachtschwarz in ein dunkles Blau
übergegangen. Bald würde die Sonne aufgehen. Mit einem mächtigen Schlag
seiner Flügel hob er ab und flog mit Emilie im Arm Richtung seines
Gewölbes. Dort würde er ihre Wiedergeburt erleben.
Doch wie das vonstatten ging, und was aus ihnen wurde, soll ein anderes Mal
erzählt werden.
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