Viel gelernt für´s Leben...
"Angriffstrupp unter Pressluftatmer zur Menschenrettung vor!" erscholl es aus dem Mund unseres Ausbilders und alle meine Befürchtungen wurden innerhalb einer Sekunde zur unangenehmen Wahrheit. "Scheibenhonig", dachte ich und streifte mir die Atemschutzmaske über.
Ich war damals siebzehn Jahre alt, ging in die elfte Klasse des Gymnasiums unserer Kleinstadt und hatte mich bei einem Wettkampf der Jugendfeuerwehr für einen Lehrgang bei der Landesfeuerwehrschule unseres Bundeslandes qualifiziert. Was mich anfangs begeistert hatte, entpuppte sich nach zwei Tagen als unglaubliche Schinderei, waren unsere Ausbilder doch bemüht, wie sie sich ausdrückten, "das Beste aus uns herauszuholen", was de facto gleichbedeutend war mit brutalstmöglichem Drill, der mich, obwohl eigentlich gut durchtrainiert, jeden Tag an die Grenzen meiner Leistungsfähigkeit brachte. Auch den Gesichtern meiner Kameraden war abzulesen, dass sie bei Dienstende eines jeden Abends kurz vor dem Kollaps standen und so blieben die nächtlichen Aktivitäten, die wir von den Landschulheimaufenthalten unserer Schulklassen her kannten, vollkommen aus - kein Wunder bei durchschnittlich sechs Stunden Nachtruhe.
Einziger Lichtblick des gesamten Lehrgangs war Jana, sechzehn, und die Exotin unseres Lehrgangs. Sie war nicht nur das einzige Mädchen, das die brutale Tortur bis zum Tag der Abschlussprüfung durchstand, sie war noch dazu nicht einmal bei der Jugendfeuerwehr, sondern Angehörige der THW-Jugend meines Heimatortes und somit quasi der Feind. Feuerwehr und THW haben sich seinerzeit in unserer Gegend nicht sonderlich gut vertragen, ein Umstand, den wir mittlerweile geändert haben - doch das ist eine andere Geschichte.
Jana jedenfalls war ein Traum von einem Mädchen: schlank, etwa 1,70m groß, dunkelhaarig mit sportlich kurzem Haarschnitt und noch dazu unheimlich kumpelhaft und freundlich, schaffte sie es, eine gewisse Distanz zu wahren, ohne dabei abweisend zu wirken. Sie bekam es einfach hin auszudrücken: "lasst uns Freunde sein, aber kommt mir nicht zu nahe", ohne es in Worte zu fassen. Kurz: sie hatte schon als sechzehnjährige Stil.
Ich selbst war anfangs skeptisch, als ich am Anreiseabend erfuhr, dass wir nicht nur Mädels in unserem Lehrgang haben wurden, sondern dass eine von Ihnen sogar von einer Konkurrenzorganisation stammte, und, da waren wir uns alle sicher, den ganzen Lehrgang nur aufhalten würde.
Das stellte sich allerdings als Trugschluss heraus - wer dachte, dass der Lehrgang sich als nette Einführung der Sommerferien entpuppen würde, in dem man tagsüber ein wenig Jugendfeuerwehr spielen und sich nachts vergnügen würde, der war schief gewickelt. Noch am Abend unserer Anreise hielt der Leiter der Landesfeuerwehrschule eine Begrüßungsansprache, in der er unmissverständlich mitteilte, dass diejenigen, denen die Ausbildung nicht gefalle, denen sie zu hart oder zu schikanös sei, jederzeit nach Hause fahren könnten, sie sollten dazu die Fahrkarten nutzen, die in jedem Zimmer bereitliegen würden.
Was folgte, waren vierzehn Tage Schinderei, Büffeln und schmerzende Knochen, in denen die Vorbehalte zwischen uns zwanzig Jugendfeuerwehrleuten und den sechs THW´lern erst schwanden und dann einsam in der Bedeutungslosigkeit dahinstarben. Jana war von allen Mädchen von Anfang an diejenige, die alle anderen anfeuerte, motivierte und mitzog - wie gesagt, Madame hatte Stil. Mit der Zeit waren die anfänglichen Vorbehalte den Schikanen der Ausbilder zum Opfer gefallen, ja, wir hatten wir uns direkt ein wenig angefreundet und festgestellt, dass wir uns im Team sehr gut ergänzten, so dass wir, wann immer das möglich war, gestellte Aufgaben zusammen erledigten.
Am heutigen Donnerstagabend fand die Abschlussübung unseres Lehrgangs statt und unsere Ausbilder hatten das volle Programm aufgeboten um uns auf Herz und Nieren zu testen. Aus einem brennenden Gebäude waren Hilfeschreie zu vernehmen gewesen und Jana und mir fiel die Aufgabe zu, als erste in das Haus einzudringen, die Lage zu erkunden und vor allen Dingen gefährdete Menschen mit Hilfe von mitgeführten Fluhhauben zu evakuieren.
Nachdem unsere Gruppe durch ein Kellerfenster einen Zugang geschaffen hatte, ließen wir uns auf alle Viere nieder und krochen durch die Öffnung in das Haus. Ein weit hinten liegender Teil meines Gehirns hatte registriert, dass Janas Rückpartie, die sich etwa dreißig Zentimeter vor meiner Atemschutzmaske bei dem Versuch, sich durch das enge Fenster zu zwängen, hin und her bewegte, durchaus nicht unansehnlich war - ein sehr weit hinten liegender Teil, denn im Augenblick beschäftigte sich mein Verstand eher mit den zu erwartenden vor uns liegenden Schwierigkeiten. Wie zu erwarten gewesen war, hatten die Ausbilder das gesamte Gebäude mit Nebelmaschinen verqualmt, so dass die Sicht sofort nach dem Eindringen in den Keller auf nahezu Null zurückging und Heizstrahler sorgten für eine realitätsnahe Temperatur von über sechzig Grad, so dass uns in unseren schweren Einsatzuniformen sofort der Schweiß ausbrach.
Wie wir gelernt hatten, fassten Jana und ich uns bei den Händen, und suchten kriechend den gesamten Raum ab, bis wir auf die erste Puppe stießen, die unsere Ausbilder als Verletzten dort drapiert hatten. Diese Dummies waren echten Menschen nachgebildet und entsprechend schwer. Trotzdem schafften wir es, die Puppe, nachdem wir sie mit einer Fluchhaube versorgt hatten, bis zum Fenster zu ziehen, wo sie von unseren Kameraden in Empfang genommen wurde. Mittlerweile war eine zweite Gruppe an der Einsatzstelle angekommen und vier weitere Kameraden unterstützten uns bei der Erkundung und Evakuierung des brennenden Gebäudes. Ein bisschen neidisch schaute ich auf die zwei Jungs, die bei unserem Fahrzeug den Rettungstrupp stellten und im Moment nichts zu tun hatten, als darauf zu warten, dass sich einer der eingesetzten Freunde in Schwierigkeiten befinden und herausgeholt werden müsste.
Das geschah jedoch nicht und nach etwa 20 Minuten konnte Jana unserem Ausbilder das Haus als abgesucht und evakuiert melden, was gleichzeitig die Übung für uns beendete.
"Gute Arbeit, Tim und Jana" meinte Herr Stövert, unser Ausbildungsleiter, der den Übungsverlauf auf den Monitoren der Wärmebildkameras verfolgt hatte, "Ihr bewegt Euch sehr harmonisch im Team und habt ein gutes Suchmuster abgearbeitet. Weiter so - bestanden."
Wir beide mussten gegrinst haben wie die Honigkuchenpferde, denn Herr Stövert verfiel sofort wieder in den für ihn so typischen Bundeswehr-Slang: "Das ist überhaupt kein Grund so blöd zu grinsen, Frau Schneider und Herr Bischof, morgen kommt noch der theoretische Teil und außerdem kann man nach zwei Wochen Ausbildung erwarten, dass zwei Feuerwehrleute einen simplen Kellerraum absuchen können. Und jetzt schert Euch unter die Dusche, so bekommt ihr in MEINER Schule kein Abendessen!"
Wir sagten brav: "Jawohl, Herr Stövert." Und machten, dass wir wegkamen. An unserem Fahrzeug angekommen, entledigten wir uns zunächst unserer Helme, als Jana meinte: "Herr Stövert hat recht, wir waren wirklich gut - was die harmonische Bewegung angeht, meine ich...", und grinste mich schelmisch an. Wie sie dastand in Ihrem staubbedeckten blauen Einsatzanzug, mit strubbeligen, verschwitzen Haaren, der Atemschutzmaske vor ihrer Brust baumelnd, der Pressluftflasche auf dem Rücken, noch ein bisschen Kellerschmutz auf der Wange und hinter ihr die Sonne rot untergehend, hätte ich sie beinahe geküsst. Allerdings beschränkte ich mich darauf, ihr zärtlich den Schmutz von der Wange zu wischen und ihr in die Augen zu schauen - ein Blick, dem sie nicht auswich, wie ich voller Freude feststellte. "Ja, aber wir sollten trotzdem noch ein bisschen daran arbeiten... an der Bewegung und so...". Jana lächelte, zwinkerte mir zu und wandte sich zum Fahrzeug um, um das Atemschutzgerät abzusetzen und ich tat es ihr nach. Auf das Kommando "Aufsitzen" stiegen wir ein und verliessen das Übungsgelände in Richtung der Schul- und Wohngebäude.
Dort angekommen, traten wir wie immer gruppenweise vor unseren Fahrzeugen an und Herr Stövert und die anderen Ausbilder versammelten sich hinter dem Schulleiter, der sich mit lauter Stimme an uns wandte.
"Meine Herren und vor allem meine Dame, der praktische Teil Ihres Lehrgangs ist mit der heutigen Abschlussübung beendet...".
Pause.
"...überaus erfolgreich beendet, wie ich bemerken darf. Wir alle waren in den vergangenen zwei Wochen nicht gerade milde mit Ihnen... aber das werden Sie wohl selbst bemerkt haben!"
Leises Lachen und der eine oder andere Stoßseufzer gingen durch unsere Reihen und von Jana zu meiner Linken kam ein leises "das kannst Du laut sagen, verdammter Schinder...", was mich wieder unziemlich breit Grinsen ließ.
"Wir Ausbilder haben Sie bewusst bis an die Grenze Ihrer Belastbarkeit getrieben und den oder die eine oder andere vielleicht auch ein wenig darüber hinaus - wir haben das aber aus dem Wunsch heraus getan, Ihnen in der knappen Zeit, die uns für Ihre Ausbildung zur Verfügung steht, das Maximum an Wissen und Erfahrung zu vermitteln, das Sie aufzunehmen im Stande sind."
Wieder eine Pause.
"...und ich muss sagen, wir alle sind sehr stolz auf die von Ihnen erbrachten Leistungen und darauf, mit ihnen zusammengearbeitet haben zu dürfen! Nutzen Sie das gelernte in Ihren Heimatorganisationen und wir alle sind sicher, sie werden wertvolle Einsatzkräften und engagierte Mitglieder der Gesellschaft sein. Es fällt mir nicht leicht, dieses Wort auszusprechen, aber bis zur theoretischen Abschlussprüfung morgen früh - an deren Ergebnis ich persönlich nicht den geringsten Zweifel hege, haben Sie - Freizeit!"
In diesem Moment begannen alle Ausbilder und sogar der Schulleiter persönlich laut Beifall zu klatschen und zu pfeifen, so dass wir uns in diesen Augenblicken fühlten wie die Könige der Welt und augenblicklich in den allgemeinen Applaus einfielen - in diesem Moment waren wir unseren Lehrern für die harte Ausbildung sogar dankbar. Jana griff im allgemeinen Jubel freudestrahlend und überglücklich nach meiner Hand, umarmte mich und drückte mir ein kleines Küsschen auf die Wange. "Geschafft!", wisperte sie mir in mein Ohr und ließ meine Hand erst wieder los, als unsere Kameraden uns umringten und ein riesiges gegenseitiges Schulterklopfen und umarmen einsetzte.
Wenig später begaben wir uns auf unsere Zimmer und ich schälte mich aus meinen Einsatzklamotten, wickelte mir mein Handtuch um die Hüften und lief pfeifend in Richtung Dusche, meine schmerzenden Muskeln und Knochen geflissentlich ignorierend.
"Die Schinderei ist vorbei und die großen Ferien liegen vor Dir, Alter, es kann alles nur noch besser werden", dachte ich bei mir, lief an der Tür der Damenduschen vorbei, bog schwungvoll um die Ecke in Richtung Herrendusche - und prallte voll gegen eine ebenfalls in ein Handtuch gehüllte Gestalt, die einen überraschten Ausruf ausstieß und stolpernd um ihr Gleichgewicht kämpfte - Jana.
"Sie schon wieder, Herr Bischof - wenn Sie doch im Einsatz auch so schnell wären, wie in der Freizeit - dann könnte fast ein guter Feuerwehrmann aus Ihnen werden!", äffte sie Herrn Stövert gekonnt nach und fügte nach einem Blick auf meinen Körper leise hinzu: "eigentlich sollte das Tragen von Handtüchern auf dem Gang verboten werden, findest Du nicht?"
Ich war völlig ihrer Meinung, denn was ich da bei unserem Zusammenprall unter dem Stoff ihres Handtuchs gefühlt hatte, war wirklich anregend gewesen. Wie es aber oft in solchen Situationen so ist, kam aus meinem Mund nur ein "Ääh... wenn Du meinst..." und Jana entschwand mit einem "Wir sehen uns!" um die Ecke in Richtung "Damen".
Kopfschüttelnd und ein wenig ärgerlich über mich selbst setzte auch ich meinen Weg fort und grummelte leise: "Meine Damen und Herren, aus aktuellem Anlass ändern wir unser heutiges Duschprogramm auf ´kalt´."
Glücklicherweise war ich alleine im Duschraum.
*
Die Kantine, eigentlich eher eine gemütliche kleine Wirtschaft im Keller der Schulgebäude, hatte natürlich auch nach dem Abendessen noch geöffnet, doch wir hatten bisher noch keine Gelegenheit gehabt, uns längere Zeit dort aufzuhalten, weil unser Lehrgang nach dem Abendessen immer noch fortgeführt worden war und zumeist am späten Abend mit einer anstrengenden Einsatzübung endete, nach deren Abschluss wir todmüde in die Betten fielen.
Nicht so heute Abend. Nach dem Essen bildeten sich kleine Grüppchen und man unterhielt sich bei ein paar Cola oder dem ein oder anderen Bierchen über die letzten zwei Wochen, das erlebte und gelernte, lachte und war allgemein guter Dinge. Das traf besonders auf mich zu, denn mein Herz machte vor Freude einen Sprung, als Jana sich nach dem Essen wie selbstverständlich neben mich an den Tisch setzte und wir hatten bis in den späten Abend hinein viel Spaß, alberten herum und lachten viel. Irgendwie, ich weiß nicht mehr wann, hatten auch unsere Hände unter dem Tisch wieder zusammengefunden und ich streichelte zärtlich mit dem Daumen Janas Handrücken, was sie damit beantwortete, dass sie meine Hand leicht drückte und später am Abend ihren Kopf auf meine Schulter legte - mir ging´s gut!
Gegen ein Uhr lösten sich die meisten Grüppchen auf, zu anstrengend waren die letzten Tage gewesen und auch mir wurden langsam die Augenlieder schwer aber ich hätte um nichts in der Welt etwas gesagt oder getan, was Jana dazu gebracht hätte, ihren Kopf von meiner Schulter zu nehmen oder gar meine Hand loszulassen. Daher war sie es dir sich irgendwann im Raum umschaute und zu unseren beiden Kameraden, die noch am Tisch saßen meinte: "Ist Euch eigentlich aufgefallen, dass wir die einzigen von unserem Lehrgang sind, die hier noch ´rumhocken? Die anderen sind brav im Bettchen".
Das stimmte, die wenigen anderen Personen im Raum waren Teilnehmer eines Gruppenführerlehrgangs und einige Jahre älter als wir. Sie hatten auch sicherlich nicht so sehr unter ihren Ausbildern leiden müssen wie wir und waren augenscheinlich noch gut in Form. Jana gähnte hinter vorgehaltener Hand und meinte: "Wie sieht´s aus, gibt es hier einen edlen Ritter, der einer einsamen Jungfrau das Geleit auf ihr Gemach gibt?".
Sicherlich hätten auch meine beiden Freunde am Tisch nichts dagegen gehabt, ein bisschen mit Jana alleine zu sein, aber beide hatten offensichtlich gesehen, dass es zwischen uns beiden ein wenig gefunkt hatte und die Kameradschaft zwischen uns war in den letzten beiden Wochen so stark geworden, dass beide sich diskret zurückzogen und uns eine gute Nacht wünschten.
"Tja", sagte ich, "da werden ihro Jungfräulichkeit wohl mit einem armen Burschen vom Lande Vorlieb nehmen müssen."
Jana setzte sich auf meinen Schoß, legte ihre Arme um mich, küsste mich sanft auf den Mund und erwiderte: "Wir sind zufrieden!". Wie schön war doch die Welt...
Hand in Hand verließen wir die Kantine und gingen über den dunklen Hof in Richtung unserer Unterkünfte. Unter einem Baum ein wenig außerhalb des Lichtscheins, der aus dem Eingang unseres Wohngebäudes drang, blieben wir stehen und ich legte meine Arme um Janas Hüften und zog sie sanft an mich heran.
"Aber mein Junker", protestierte Jana leise, "was tut Ihr da mit einem wehrlosen Wesen?"
"Verzeiht, meine Holde", entgegnete ich, "aber ich bin nicht Herr meiner selbst".
"Dann kann man Euch wohl auch keinen Vorwurf machen, nicht wahr?", flüsterte Sie und beendete den Dialog mit einem langen Kuss, der mir wohlige Schauer über den Rücken jagte. Ich öffnete leicht meinen Mund und spürte einen Moment später, wie Ihre Zunge zwischen meine Lippen hindurchglitt und die meine suchte und fand. Ich streichelte Ihren Rücken und Ihr Gesicht und sie fuhr mir mit ihren Händen durch mein Haar und liebkoste meinen Nacken, was mich fast wahnsinnig machte. Das blieb ihr nicht lange verborgen, denn mit einem mal blickte sie mich an und flüsterte: "Hoppla, was rührt sich denn da...? "Tja, was soll ich machen, dafür bist Du zumindest mitverantwortlich", gab ich zurück und küsste sie noch einmal zärtlich auf den Hals, was sie mit einem leisen Schnurren quittierte und meinte: "Damit kann ich leben." "Ja, ich auch", grinste ich, erleichtert darüber, dass sie so locker mit meiner körperlichen Reaktion umging.
"Wir sollten jetzt aber trotzdem aufhören, glaube ich - auch wenn ich es nicht will", seufzte sie. "Wir haben morgen noch ´was vor, erinnerst Du Dich?"
Ja klar erinnerte ich mich, wenn auch widerwillig. Aber Jana hatte recht, es wäre total blödsinnig gewesen, den Lehrgang zu riskieren, weil wir nicht halbwegs ausgeschlafen zur Prüfung erscheinen würden und damit der Mühen der letzten beiden Wochen zunichte gemacht hätten.
"Du hast leider recht", wisperte ich ihr ins Ohr, "und Gott-sei-Dank wohnen wir ja nur ein paar Kilometer voneinander entfernt, so dass nicht morgen schon wieder alles vorbei ist."
"Ansonsten würde ich hier auch nicht mit Dir stehen", entgegnete Jana und gab mir noch einen Kuss auf die Nase. "Ich halte nämlich nichts von kurzen Beziehungen mit oberflächlichen Typen. Deshalb hatte ich bisher auch noch keine."
"Noch nie?"
"Nein. Und Du?"
"Naja...", ich zögerte - einen Moment hin- und hergerissen zwischen dem jungenhaften Bedürfnis ein wenig anzugeben und dem Eingeständnis, dass außer ein bisschen Knutschen bisher bei mir auch noch nichts gelaufen war.
"Nein,", sagte ich schließlich, "ich hatte auch noch keine feste Beziehung."
Jana umarmte mich ganz fest, sah mich an und meinte leise: "Das macht mich sehr froh, Tim, ehrlich.". Sie legte den Kopf an meine Brust und wir standen noch ein paar Minuten engumschlungen da und lauschten nur auf den Atem und Herzschlag des anderen - von mir aus hätte diese Nacht nie zu Ende gehen müssen. Erst das Gelächter der Teilnehmer des Gruppenführerlehrgangs, die aus der Kantine strömten, beendete unsere Zweisamkeit und wir gingen Arm in Arm in unser Wohngebäude. Vor Janas Zimmertür angekommen, hauchte sie mir noch ein "Gute Nacht!" ins Ohr, küsste mich kurz und verschwand in die Dunkelheit ihres Zimmers. Ich fühlte mich wie auf Wolke sieben, schwebte geradezu in Richtung meines Zimmers und schlief überglücklich ein.
*
Die theoretische Prüfung war glücklicherweise nicht so schlimm, wie von einigen erwartet worden war, unsere Ausbilder hatten mehr Wert auf die Vermittlung praktischen Wissens gelegt und Herr Stövert pflegte zu sagen: "Mit theoretischem Wissen werden wir Sie bei den Führungslehrgängen noch genug traktieren. Hier lernen Sie, wie man Menschenleben rettet und sich im Einsatz verhält. Das ist alles." Das war auch mehr als genug gewesen.
Mit dem sicheren Gefühl, den Lehrgang erfolgreich abgeschlossen zu haben, bummelten Jana und ich nachdem wir die Prüfungsbögen abgegeben hatten noch ein wenig über das Schulgelände, tauschten Erinnerungen an einzelne Übungsabschnitte aus, lachten und blieben immer wieder stehen, um uns lange zu küssen. Nach dem Mittagessen versammelten sich noch einmal alle im Aufenthaltsraum und der Schulleiter überreichte jedem Teilnehmer eine Urkunde und schüttelte allen die Hand.
"So, das war´s für Sie, meine Damen und Herren", hob er zu seiner letzten Rede an, "mir bleibt jetzt nur noch übrig, Sie zu verabschieden, Ihnen eine gute Heimreise zu wünschen und Sie zu bitten, das hier gelernte zu Hause sinnvoll und effizient einzusetzen und Ihr Wissen an andere weiterzugeben. Vielen Dank und auf Wiedersehen!"
Donnernder Applaus beendete unseren Lehrgang und alle Teilnehmer versammelten sich vor dem Schulgebäude, wo Abschiedsfotos gemacht, Adressen ausgetauscht und unendlich viele Hände geschüttelt wurden. Jana und ich hatten noch viel Zeit, denn der Bus, der uns zu unserem Zug nach Hause bringen sollte, würde erst gegen 18.00 Uhr fahren. So standen wir denn auch als letzte da und winkten unseren Kameraden hinterher, wie immer in solchen Situationen mit ein bisschen Abschiedsschmerz und ein bisschen Vorfreude auf zu Hause im Magen.
"Tja", sagte ich, als der letzte durch Hoftor gespurtet war, um seinen Bus zu erwischen, "jetzt sind nur noch wir übrig... wir sind quasi das letzte", grinste ich und küsste meine Freundin auf den Mund.
"Also, da nehme ich mich aus - solange Du da bist, bestehe ich darauf, das vorletzte zu sein", gab Jana zurück und erwiderte meinen Kuss lachend. "Was machen wir denn jetzt bis kurz vor sechs?"
"Och, wir können´s uns ja dort auf der Wiese ein bisschen bequem machen. Leg´ Du doch schon ´mal das Handtuch hin und ich hole uns schnell noch ein Eis aus dem Automaten, ok?"
"Prima Idee, bis gleich!"
Das Schulgelände war beinahe verlassen, nur die Putzkolonne verließ gerade unser Wohngebäude und strebte eilig dem Schultrakt und damit dem Wochenende entgegen und aus dem Verwaltungsbereich konnte ich die Stimme Herrn Stövert hören, der lautstark telefonierte.
Der Eisautomat funktionierte zur Abwechslung einmal anstandslos und rückte zwei Magnum-Mandel heraus, ohne dass es der nachdrücklichen Ermahnung durch meine Fußtritte bedurft hätte, bei der ich mir in der Woche zuvor die rechte große Zehe verstaucht hatte, und ich machte mich guter Dinge auf den Rückweg, um die zu erwartende Belohnung für das Eisholen in Empfang zu nehmen.
Jana lag auf dem Handtuch auf der Wiese neben dem Baum unter dem wir uns in der Nacht zuvor das erste Mal geküsst hatten und lächelte mir entgegen. "Das ging ja schnell - was bekommst Du für das Eis?". "Zwei Stunden Nackenkraulen", grinste ich, "oder ersatzweise eine halbe Stunde Massage, das kannst Du Dir aussuchen."
"Na, gut dass Du mich nicht zu einem Drei-Gänge-Menü eingeladen hast, sonst befände ich mich bis zu meinem dreißigsten Geburtstag in Leibeigenschaft, häh?", fragte sie keck und machte eine einladende Geste auf den Platz neben sich, worauf ich mich im Schneidersitz neben sie niederließ. "Nein, gnädigste, die Leibeigenschaft ist leider mittlerweile abgeschafft. Ein Skandal, finden Sie nicht?", erwiderte ich in einem dekadent-nasalen Tonfall, wie ich manchmal die Ehefrau des Chefs meines Vaters reden hörte. Jana musste lachen, umarmte mich und flüsterte mir ins Ohr: "Aber bin Ihnen trotzdem mit Haut und Haaren verfallen, mein edler Junker!". Sie küsste mich aufs Ohrläppchen, blies mir dann plötzlich ins Ohr und rief: "...und jetzt gib´ mir endlich mein Eis, Du grausamer Kerl!" Sie warf sich auf mich, so dass ich nach hinten umkippte und mit beiden Händen die Eispäckchen in die Luft hielt, während sie mit ihren Fäusten auf meine Brust trommelte. "Gnade!", schrie ich, "Hier, Du kannst Sie beide haben, aber bitte... nicht mehr schlagen... BITTE!"
"Na gut", sagte Jana gnädig, "ich gewähre Euch Vergebung... Ihr dürft mir sogar weiterhin Gesellschaft leisten."
"Zu gütig", versetzte ich und quälte mich übertrieben ächzend wieder in den Schneidersitz, "lasst es Euch schmecken, holde Jungfrau."
Einige Minuten waren wir mit unserem Eis beschäftigt und unsere Unterhaltung verstummte. Es war aber keine dieser peinlichen Gesprächspausen, sondern ich hatte irgendwie das Gefühl dass wir uns auch ohne Worte verstanden. Von Zeit zu Zeit blickten wir uns kurz an, blinzelten oder lächelten und kurz zu und befanden uns ganz einfach in völliger Harmonie miteinander.
Nachdem wir uns Eis aufgegessen hatten lagen wir nebeneinander, plauderten über unsere
gemeinsamen Bekannten vom Lehrgang und aus unserer Heimatstadt, planten den kürzesten Weg vom Haus ihrer Eltern zu meinem und waren uns nach längerer Debatte schließlich einig, dass es wahrscheinlich höchstens zehn, keinesfalls aber mehr als zwölf Fahrradminuten von ihr zu mir wären, umgekehrt wahrscheinlich aber länger dauern würde, weil sie auf einem ziemlich steilen Berg wohnen würde. Die Sonne brannte auf uns herab und langsam wurden wir müde, der Lehrgang forderte immer noch seinen Tribut und das Mittagessen war reichlich gewesen, so dass Jana irgendwann in meinem Arm einschlief und es nicht lange dauerte, bis auch mir die Augen zufielen und ich süß und selig einschlief.
"BANG!", machte das Hoftor, als es ins Schloss fiel. Der Hausmeister stieg in sein Auto und fuhr in sein wohlverdientes Wochenende. Ich war aus tiefstem Schlaf hochgeschreckt und weckte dabei unsanft meine Freundin, die tief und fest in meinem Arm geschlafen hatte und mich aus großen Augen anstarrte. "Der Bus!", riefen wir beide wie aus einem Mund und blickten gleichzeitig auf unsere Armbanduhren - viertel nach sechs. Zu spät!
"Scheisse!", sagte ich aus tiefstem Herzen, "der nächste Bus fährt um kurz vor sieben und dann geht kein Zug mehr zu uns nach Hause. Verdammt!"
"Mist.", sagte Jana, "das haben wir toll hingekriegt, echt!"
"Meine Schuld. Ich wollte wachbleiben und bin eingepennt."
"Vergiss´ es. Ich bin genauso schuld... tja, dann wollen wir mal beichten, hmmh?", meinte Jana, zog ihr Handy aus der Tasche und drückte eine Kurzwahltaste.
"Mama? Ich bin´s... nee, alles in Ordnung, nur... wir haben unseren Bus verpasst und jetzt bekommen wir keinen Zug mehr nach Hause... Was...? Der Tim und ich... ja, der, von dem ich Dir am Wochenende erzählt habe. Nein, mach´ Dir keine Sorgen, wir kommen dann eben morgen früh nach Hause."
Jana erklärte ihrer Mutter, dass wir versuchen würden, nochmal hier in der Schule zu übernachten und dass sie sich noch einmal melden wolle, falls das nicht klappen würde. Die beiden verabredeten, dass in diesem Falle Janas Vater eben uns beiden mit dem Auto abholen würde, was aber angesichts der zweihundert Kilometer langen Strecke nicht gerade angenehm werden würde. Ich führte zu gleichzeitig von meinem Handy aus ein ähnliches Gespräch mit meinen Altvorderen, die ähnlich gelassen reagierten, wie Janas Eltern und nur meinten, im Notfall wäre natürlich auch mein Vater bereit, uns abzuholen - sollte aber Herr Schneider fahren, würde man sich selbstverständlich an den Kosten beteiligen und so weiter und so fort...
Nachdem wir unsere Erzeuger beruhigt hatten, dass schon alles glatt gehen würde und wir beide sicherlich nicht auf der Strasse nächtigen müssten, steckten wir unsere Handys weg und schlenderten langsam hinüber zu den Schulgebäuden um zu sehen, ob wir dort noch jemanden antreffen würden. Allzuviel Hoffnung machten wir uns da allerdings nicht, da der Hausmeister das Tor ja bereits abgeschlossen hatte und sicherlich al letzter gegangen war. Zu unserer Überraschung ging jedoch gerade in dem Moment, in dem wir die Treppe des Verwaltungsbaus betraten die Tür auf und vor uns stand - natürlich - Herr Stövert. Hatte der Mann denn überhaupt kein Privatleben?
"Nanu", sagte Stövert nicht unfreundlich, "was macht Ihr denn noch hier? Solltet Ihr nicht schon im Zug sitzen?"
"Bus verpasst", antwortete Jana lakonisch, "und jetzt sitzen wir ein bisschen in der Klemme, weil, es fährt nämlich heute kein Zug mehr zu uns nach Hause."
"Verstehe", nickte unser Ausbildungsleiter, "und jetzt habt Ihr Angst, dass Ihr unter der Brücke schlafen müsst, was? Naja, das ist nicht das erstemal, dass uns so etwas passiert, kommt rein." Er trat einen Schritt zurück und liess uns in den Verwaltungsbau eintreten, wo wir uns im Empfangsraum auf die schweren Ledersessel sinken ließen.
"Leider kann ich nicht mehr lange bleiben, ich habe noch einen Termin", meinte Herr Stövert, "aber ich gebe Euch einen Schlüssel, damit Ihr in die Wohngebäude kommt und Euch etwas zu essen und zu trinken aus der Küche holen könnt. Am besten schlaft Ihr wieder in Euren alten Zimmern, ich gebe den Putzfrauen am Montag bescheid, dass dort dann zwei Betten frisch zu beziehen sind, kein Problem."
Wir staunten, denn so zugänglich hatten wir unseren sonst so strengen Ausbildungsleiter noch nie erlebt - scheinbar unterschied er sehr strikt zwischen dienstlichem und privatem Verhalten. Herr Stövert verschwand kurz und kam nach zwei Minuten mit einem Schlüssel wieder zurück, den er Jana überreichte.
"Hier, und habt Ihr Eure Eltern schon benachrichtigt?"
"Ja klar, und vielen Dank Herr Stövert."
"Keine Ursache - ich muss Euch ja auch ´mal zeigen, dass ich eigentlich ein Mensch bin und kein Ungeheuer...", schmunzelte Stövert, der mit einem Mal kleine Lachfältchen um die Augen hatte, und ganz anders wirkte als während der Wochen zuvor.
"So, jetzt aber raus hier mit Euch, ich muss weg. Macht´s gut und wenn irgendetwas sein sollte, hängt meine Handynummer an der Wand in der Kantine, ok?"
"Alles klar", erwiderten wir und winkten ihm sogar nach, als er mit schnellem Schritt das Schulgelände verlies.
"Werft den Schlüssel bitte morgen in den Briefkasten!", rief er uns vom Tor aus noch zu und war verschwunden.
"So kann man sich in einem Menschen täuschen", murmelte Jana vor sich hin und ich nickte, "Ja, ich hätte auch eher gedacht, er führt hier jetzt einen riesigen Tanz auf... und jetzt das - schon cool!"
Wir gingen hinüber in die Kantine, holten uns etwas zu trinken, machten uns ein paar Brote zurecht und schlenderten dann in Richtung unseres Wohnhauses, wo wir es uns vor dem Fernseher im Aufenthaltsraum gemütlich machten. Die Simpsons liefen und wir machten uns über Homer und Bart lustig, während wir unser Abendbrot aßen. Nachdem die Folge vorbei war, schaltete Jana den Fernseher ab, kuschelte sich an mich und meinte zwischen zwei Küssen: "Zuviel fernsehen verblödet, hab´ ich ´mal gehört... aber wir haben ja noch andere Sachen, die wir tun können, oder?"
Wer kann schon einer schönen Frau widersprechen und so antwortete ich, in dem ich mich zu ihr herunterbeugte und ihr den Mund mit einem leidenschaftlichen Kuss verschloss. Wir vergaßen Zeit und Ort, küssten und streichelten uns und flüsterten uns alberne Dinge ins Ohr, wobei wir oft so lachen mussten, dass uns ein etwaiger Beobachter sicherlich für verrückt gehalten hätte. Nach einer Weile meinte Jana, dass die Couch hier im Aufenthaltstraum bestimmt noch aus den siebziger Jahren und ihr jedenfalls auf Dauer zu unbequem sei und schlug vor, dass wir die Örtlichkeit wechseln sollten.
"Nichts dagegen", entgegnete ich, "gehen wir zu mir oder zu Dir?" und musste gleich schon wieder Lachen, weil dieser Satz so furchtbar klischeebeladen war.
"Ich bin ein anständiges Mädchen und kann keinen Mann mit nach Hause bringen", grinste meine Freundin mich an, "also müssen wir wohl zu Dir..."
Auf dem Weg in den zweiten Stock schlug mir mein Herz bis zum Hals. Meine Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht führten genau bis zu diesem Punkt und nicht weiter. Ich hoffte krampfhaft, dass Jana meine Nervosität nicht spüren würde und versuchte, meine Befürchtungen mit flapsigen Bemerkungen über die Schwerkraft im allgemeinen und Ihre fatalen Auswirkungen auf treppensteigende Menschen im besonderen zu überspielen. Sehr gut gelang mir das scheinbar nicht, denn auf dem letzten Treppenabsatz vor meinem Stockwerk hielt sie mich kurz zurück und meinte: "Ich bin auch ganz schön aufgeregt, aber ich habe Dich sehr lieb und vertraue Dir. Es wird nichts passieren, was wir nicht beide wollen, ok?" Soviel zum Thema ich und meine Schauspielkunst.
Nachdem ich die Zimmertür hinter uns geschlossen hatte, suchte meine Hand nach dem Lichtschalter, aber Jana schüttelte den Kopf und meinte: "Lass doch, ich finde es gemütlich so. Ich mag´s nämlich ganz gerne ein bisschen schummerig." Sie setzte sich auf mein Bett und ich wurde vollends nervös - die untergehende Sonne warf ihre letzten Strahlen auf die Zimmerwand und tauchte Jana in ein rosiges Licht, dass sie einfach umwerfend schön aussehen ließ. Stumm stand ich an der Tür, schaute sie einfach nur an und wusste nur, dass alles, was ich jetzt sagen konnte Blödsinn sein würde, weil es für meine Gefühle keine Worte gab. Da saß ein wunderschönes Mädchen auf dem Bett, das nicht nur hübsch, sondern auch noch intelligent und schlagfertig war, überhaupt nicht eingebildet oder hochnäsig, geschweige denn ein verzärteltes Plänzchen, sondern ein patenter, kumpelhafter Typ - kurzum meine absolute Traumfrau. Und die hatte sich auch noch in mich verliebt, ich konnte mein Glück kaum fassen.
"Was ist? Fehlt Dir was?", fragte Jana besorgt, weil ich so seltsam dreinschaute.
"Ja... Du.", antwortete ich und Jana streckte zur Antwort lächelnd ihre Arme aus.
Wir küssten uns lange und intensiv, streichelten unsere Gesichter und Hände und irgendwann schlüpfte meine rechte Hand unter Janas T-Shirt und streichelte die seidige Haut ihres durchtrainierten Bauchs. Sie seufzte glücklich, fuhr mit ihren Händen ebenfalls unter mein T-Shirt und streichelte mit ihren Fingerspitzen meine Rippen entlang, was mir wohlige Schauer über den Rücken jagte. Ich begann ihren Bauch und den Nabel mit kleinen Küssen zu bedecken, was dazu führte, dass Jana aufstöhnend den Rücken durchbog, meinen Kopf mit beiden Händen streichelte, und mir schließlich mein T-Shirt über den Kopf zog. Sie gab mir einen langen Zungenkuss und rollte sich dann auf mich, um auch meinen Oberkörper mit den Lippen zu liebkosen. Meine Brustwarzen nahm sie zwischen die Zähne und knabberte leicht auf ihnen herum, und küsste mich vom Hals bis zum Bauchnabel immer und immer wieder.
Da ich jetzt unten lag, konnte ich ihr leicht das T-Shirt über den Kopf streifen und Janas Kopf zu mir herabziehen, damit ich ihr Gesicht mit schnellen Küssen bedecken konnte. Meine Hände waren überall und streichelten endlich auch Janas kleine, feste Brüste durch den Stoff ihres weißen BHs, was sich unendlich gut anfühlte. Ich strich an ihrem Körper entlang zur Seite und ertastete auf ihrem Rücken den Verschluss ihres BHs. Bevor ich ihn öffnete suchten meine Augen Blickkontakt mit ihren und ein kaum merkliches Zwinkern und ein fast unhörbar gehauchtes "Ja" gaben mir die Erlaubnis, weiterzumachen. Ich kämpfte kurz mit dem BH-Verschluss, bekam ihn schließlich auf und streifte ihr den BH zärtlich über die Arme.
Janas Brüste waren perfekt: nicht groß, fest und von einer wunderbaren Form. Ihre hellbraunen Brustwarzen waren vor Erregung ganz hart und standen steil nach vorne ab und als Jana sich vorbeugte um mich zu küssen, streiften sie meinen Bauch, was meine Erregung noch weiter steigerte. Ich berührte zum ersten Mal in meinem Leben die Brüste einer Frau und streichelte mit meinen Fingerspitzen ihre Brustwarzen, was Jana, mit geschlossenen Augen und schwer atmend auf mir sitzend, am ganzen Körper erzittern ließ. Ich setzte mich auf und spätestens jetzt musste sie meine Errektion ganz deutlich fühlen. Mein Glied fühlte sich steinhart an und ich spürte eine seltsame Wärme in den Lenden, die sich zu meinen Hoden hin fast in ein Brennen verwandelte. Ein Blick in Janas mittlerweile wieder offene Augen bestätigte meine Vermutung: sie hatte meine körperliche Erregung bemerkt und sah mich mit einem Blick an, der absolute Hingabe und tiefe Liebe ausdrückte. "Ich will mit Dir schlafen, Liebling", flüsterte sie mir leise ins Ohr und fuhr mit dem Zeigefinger ihrer rechten Hand vom meinem Mund über meinen Oberkörper hinab bis zu meinem Hosenbund, "willst Du auch?"
Ich schluckte. Natürlich wollte ich mit ihr schlafen, ich wollte es wie sonst nichts auf der Welt, aber da war noch ein Punkt, auch wenn er überhaupt nicht zur Stimmung passte: "Was ist mit Verhütung?", fragte ich nur heiser und Jana lächelte mich an: "Keine Sorge, ich nehme die Pille - kein Problem." Wir versanken in einer Umarmung, in der unsere ganze Liebe lag. Ich fühlte Janas Zunge in meinem Mund, spürte ihre Brüste an meinem Bauch und bemerkte, wie sie an meinem Gürtel nestelte, den Hosenknopf öffnete und sehr langsam den Reißverschluss meiner Jeans herunterzog. Währenddessen streichelte ich ihre Brüste und fuhr mit den Fingerspitzen an ihrer Wirbelsäule entlang, was jedes Mal, wenn ich am unteren Ende angekommen war, ein leichtes Erzittern durch Janas Körper jagen ließ. Ich hob kurz meine Körpermitte an, während Jana mir die Jeans auszog und rollte sie von mir herab, so dass wir jetzt nebeneinander zu liegen kamen. Stumm sah sie mich an und ich begann nun ebenfalls langsam ihre Hose aufzuknöpfen, während sie die Seite meines Oberkörpers und meiner Oberschenke streichelte. Nachdem ich ihr die Hose ausgezogen hatte, lagen wir beide nur noch mit dem Slip bekleidet nebeneinander und erforschten unsere Körper zunächst nur mit den Augen. Es war noch nicht ganz dunkel im Zimmer, so dass man noch fast alle Einzelheiten erkennen konnte und Janas schlanker Körper war das schönste, das meine Augen bis zu diesem Zeitpunkt erblickt hatten.
Jana begann mich wieder zu streicheln und zu küssen und ihre Hände bewegten sich mit kreisenden Bewegungen von meiner Brust an abwärts bis sie über den Bund meines Slips streiften. Sie vermied es zunächst, mit ihrer Hand tiefer zu gehen, was mich vor Erregung leicht aufstöhnen ließ, während ich in gleicher Art ihre Beine aufwärts streichelte und am unteren Rand ihres Slips entlangstrich. Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus. Ich fuhr an der Innenseite ihrer Oberschenkel entlang nach oben und strich wie beiläufig mit dem Handrücken über ihren Venushügel, was Jana ein tiefes Einatmen entlockte, und auch sie glitt nun mit ihren Fingerspitzen langsam tiefer, an den Bund meines Slips und darunter, bis ihre Hand endlich mein steifes Glied berührte und sie zärtlich ihre Finger um die nasse Spitze schloss, was mir Wellen höchster Wollust durch den Körper jagte. Jana streichelte sanft meine Eichel und umfasste mit ihrer Hand meinen Schaft, woraus sie begann, die Hand langsam auf und ab zu bewegen. Es war das erste mal, dass ich eine fremde Hand an meiner intimsten Stelle spürte und es war das großartigste Gefühl der Welt. Ich strich mit meiner Hand noch einmal über Janas Venushügel und schon ihr dann den Slip nach unten, damit auch ich sie streicheln konnte. Sie unterstützte meine Bemühungen, indem sie ihre Taille anhob und kurz hin und her bewegte und streifte mir gleichzeitig meinen eigenen Slip vom Körper, so dass wir jetzt beide nackt nebeneinander lagen und uns gegenseitig mit den Augen verschlangen. Ich hatte Jana ihren Slip über die Füße gestreift und streichelte nun mit meiner Hand langsam über ihre Beine aufwärts, strich über ihre Hüfte hin zu ihrem Bauchnabel und fühlte schließlich die Berührung ihrer wenigen Schamhaare an meinem Handrücken. Jana stöhnte leicht, spreizte die Beine ein wenig und flüsterte: "Bitte...!" Ich glitt mit meinen Fingerspitzen ein wenig tiefer und spürte die feuchte Wärme von Janas Schoß an meiner Hand. Meine Finger glitten sanft ihre Schamlippen nach unten, teilten sie und streichelten wieder hinauf, bis ich den kleinen, festen Punkt ihrer Klitoris an meinen Fingerspitzen fühlen konnte und ihn sacht mit dem Mittelfinger umreiste.
Jana drückte sich gegen mich, hielt die Augen geschlossen und stöhnte leise und tief. Ich fühlte, wie der Druck ihrer Finger auf mein Glied im Rhythmus meiner Liebkosungen stärker wurde und nachließ, fuhr mit meiner Mittelfinger wieder ihre süße Spalte hinunter und drang in ihre Scheide ein, was Jana ein noch tieferes Stöhnen entlockte. Ich bewegte meinen Mittelfinger langsam in sie hinein und wieder heraus und spürte erregt, wie eng diese Öffnung war. Langsam streichelte ich an ihren geschwollenen und nassen Schamlippen entlang wieder nach oben, bis ich erneut an Janas Lustpunkt angekommen war, den ich diesmal mit sanftem Druck und zwei Fingern massierte, bis Janas Bauchmuskulatur begann, konvulsisch zu zucken, sie mir vor Erregung in die Schulter biss und ein lautes "Aaaaahhhh..." zwischen zusammengepressten Lippen hervorquetschte. Ich zog Jana an mich heran und streichelte sie sacht, bis sie sich wieder beruhigt hatte. Sie biss mir sacht ins Ohrläppchen und flüsterte dabei: "Sorry, aber solche Gefühle habe ich wirklich noch nie erlebt. Einfach stark!" Wir hielten uns in den Armen und Jana begann schließlich wieder, mich zu streicheln, mein Glied zu massieren und meine Hoden mit den Fingerspitzen zu liebkosen, bis meine Erregung einen Grad erreicht hatte, der beinahe schon schmerzhaft war. Auch ich wollte wieder Janas Vagina streicheln, doch sie schob meine Hand fort und platzierte sie auf ihrer Hüfte. Fragend schaute ich sie an und sie flüsterte mit heiserer Stimme nur: "Komm...!" und zog mich über sich, wobei sie ihre Beine weit spreizte, so dass ich in der Bewegung im letzten Licht des Tags ihre feuchten Schamlippen erkennen konnte, in die ich gleich eindringen würde - um meine Gefühle in diesem Moment zu beschreiben fehlen mir die Worte. Mein steifes Glied berührte Janas Bauchdecke und ich bewegte mich ein wenig vor und zurück und genoss das Gefühl, Janas Haut mit meinen empfindlichsten Körperteilen zu berühren. Schließlich zog ich mich ein wenig zurück, so dass die Spitze meines Gliedes zwischen ihren Beinen und am Eingang ihrer Scheide zu liegen kam. Ich beugte mich vor und küsste Jana, während ich ganz langsam und vorsichtig in sie eindrang. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, wie mein Glied in die feuchte Wärme des intimsten Bereichs der Frau eindrang, die ich mit jeder Faser meines Körpers liebte. Langsam, ganz langsam glitt meine Eichel in sie hinein, gefolgt vom Schaft meines immer noch steinharten Gliedes, bis ich auf einen leichten Widerstand stieß. Vorsichtig zog ich mich wieder ein wenig zurück, glitt wieder etwas weiter in sie hinein, zog mich wieder zurück und machte immer so weiter, bis ich auf einmal fühlte, dass der Widerstand nachgab und mein Glied ganz in der feuchten Wärme von Janas Schoß versinken konnte.
"Habe ich Dir wehgetan?", flüsterte ich meiner Liebsten ins Ohr, "Überhaupt nicht", wisperte sie zurück, "es ist einfach nur wunderschön Dich zu spüren. Hör´ bitte nicht auf..."
Das wollte ich auch um nichts in der Welt. Ich begann mich sanft in ihr zu bewegen und erlebte dabei Gefühle, die ich mir so niemals vorher hätte vorstellen können. Langsam begann Jana, sich mir entgegenzubewegen, wenn ich mich fast aus ihr zurückgezogen hatte und allmählich steigerte sich unser zärtlicher Rhythmus zu einem schnelleren, harmonischen Zusammenspiel unserer Körper. Ich hörte uns beide schwer Atmen, hörte wie wir anfingen leise zu stöhnen, spürte Janas Hände auf meinem Rücken, fühlte wie sie sich im Überschwang der Gefühle mit ihren Beinen an mich klammerte, bis unsere Bewegungen sich in perfekter Harmonie miteinander bewegten und ich spürte, wie sich Janas Scheidenmuskulatur wieder periodisch zusammenzog, meine Freundin aufschrie und ich selbst mich explosionsartig in heißen Strömen in sie ergoss. Die Momente danach fehlen in meiner Erinnerung. Ich weiß nur noch, dass wir beide schwer atmend und verschwitzt aufeinander lagen, uns küssten und uns zusammenhanglose Dinge ins Ohr flüsterten, unsere Liebe schworen und einfach nur glücklich waren.
Diese Nacht war nur der Beginn einer wunderbaren Beziehung, die bis heute andauert und uns beiden viele wunderbare und erfüllte Stunden geschenkt hat. Doch davon berichte ich ein andermal.
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